Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Montag, 11. März 2019 Drucken

Kaiserslautern: Lokalsport

Jannis Held und Leon Hotopp sind die Helden

U21 des 1. FC Kaiserslautern gewinnt 3:0 gegen Emmelshausen – Zwei A-Jugendliche feiern Premiere

Von Maria Huber

Schwer bewacht: Justus Klein vom FCK II vor Marvin Etzkorn und TSV-Kapitän Nils Bast.

Schwer bewacht: Justus Klein vom FCK II vor Marvin Etzkorn und TSV-Kapitän Nils Bast. ( Foto: VIEW)

Dass sie so schnell zu ihrem Debüt kommen würden, damit hatten Leon Hotopp und Jannis Held nicht gerechnet. Beim Oberligaspiel gegen den TSV Emmelshausen wurden die U19-Spieler des 1. FC Kaiserslautern zum ersten Mal in der U21 eingewechselt, feierten einen 3:0 (2:0)-Sieg und bekamen Lob vom Trainer.

„Sie haben ihre Sache gut gemacht“, fand er. Und die beiden strahlten über beide Ohren. Sie hatten am Tag davor erfahren, dass sie dabei sind. Held kannte das Team schon von der RHEINPFALZ-Stadtmeisterschaft in der Halle, wo er mitkicken durfte. Und Hotopp war ziemlich überrumpelt. „Ich habe nie damit gerechnet, dass ich eingewechselt werde“, gestand er hinterher. Doch in der 60. Minute rief ihn der Trainer plötzlich zu sich und schickte ihn für Mohamed Morabet aufs Feld, der nicht das zeigte, was er kann. Da war Held schon im Spiel. Er war vier Minuten vorher für Michael Clemens gekommen, der noch nicht hundertprozentig fit ist. Auch Held hatte nicht unbedingt mit seinem Einsatz gerechnet. „Als Innenverteidiger? Da sieht’s bei ihnen ja ganz gut aus.“ Doch der 19-Jährige wusste, was er zu tun hatte, klärte vor dem Tor, schaltete schnell um, zog nach außen, bediente die Stürmer mit Flanken. „Es war was anderes, hat Spaß gemacht“, sagte er hinterher. Musste aber doch feststellen, „Männerfußball ist schon was anderes“. „Körperlich betonter, ruhiger, nicht so hektisch“, fasste sein 18-jähriger Mannschaftskamerad in Worte, was er Minuten vorher erlebt hatte.

Zufrieden trotteten beide Richtung Kabine, während der U21-Trainer ein paar Sorgenfalten auf der Stirn hatte. „Wir wollten nach den Niederlagen einen Dreier machen. Das Ziel ist erreicht. Das Ziel, das souverän über die Bühne zu bringen, haben wir nicht erreicht“, haderte. Zwar habe der Gegner keine wirkliche Chance gehabt, abgesehen von ein paar Ecken, aber er hätte gern mehr Souveränität gesehen. Und dann sind da die Gelb-Rote Karte für Yannik Filipovic, der erst für ein Foul Gelb sah, dann seinen Gegenspieler wegstieß. Und ein Foul, das nicht geahndet wurde, aber schwere Folgen hat: Abwehrspieler Simon Gartmann wurde, als er einen Ball an der Außenlinie klären wollte, böse von seinem Gegenspieler von den Füßen geholt. In den Augen Mosers war das „klar Rot“. Gartmann lag mit starken Schmerzen am Spielfeldrand, musste ausgewechselt werden (74.). Die vorläufige Diagnose: mindestens Bänderriss, wenn alles gut geht nichts gebrochen.

Dass sein Team sich massenweise Chancen erarbeitete, sie aber nicht verwertete, dass erst ein Foulelfmeter von Morabet (25.), ein missglückter Pass des Gegners, den Clemens nutzte (30.), und ein Treffer von Hüseyin Cakmak vier Minuten vor Schluss zum 3:0 führten, rückte da fast in den Hintergrund. Ebenso dass Emmelshausen sich sieben Eckballchancen erarbeitete, davon sechs in Hälfte eins, und der FCK nur eine. Oder wie die Seinen, zum Beispiel mehrfach Cakmak, immer wieder am Torwart scheiterten, sich von ihm und anderen Gegenspielern den Ball abnehmen ließen, das erwähnte er in seiner Bilanz nicht.

Was Hans Werner Moser aber wenigstens ein bisschen aufbaute: „Wir haben in beiden Spielen gegen Emmelshausen neun Tore gemacht und keines gekriegt.“

Kaiserslautern-Ticker