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Mittwoch, 12. Februar 2020 Drucken

Kaiserslautern

FCK-Stadionmiete: Verein bessert Angebot an die Stadt nochmals nach

Von Hans-Joachim Redzimski

Immer wieder im Blickpunkt: das Fritz-Walter-Stadion.

Immer wieder im Blickpunkt: das Fritz-Walter-Stadion. (Foto: VIEW)

Wenige Tage vor der Entscheidung im Stadtrat (Samstag, 11 Uhr, Rathaus) über die Reduzierung der Stadionmiete hat der 1. FC Kaiserslautern sein Angebot ein weiteres Mal nachgebessert. Was die FCK-Verantwortlichen Oberbürgermeister Klaus Weichel offeriert haben.

Am Mittag waren FCK-Beiratsvorsitzender Markus Merk und FCK-Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt zu einem Gespräch mit Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) und den beiden Geschäftsführern der Stadiongesellschaft, Erwin Saile und Klaus Wenzel, im Rathaus zusammengekommen.

Darin präsentierten Markus Merk und Soeren Oliver Voigt nach RHEINPFALZ-Informationen ein nachgebessertes Angebot, das es dem Stadtrat erlauben soll, in der Sondersitzung am Samstag seine Zustimmung zu einer Minderung der Stadionmiete für die kommenden beiden Spielzeiten zu geben.

200.000 Euro mehr Stadionmiete

Das neue Angebot sieht vor, wie die RHEINPFALZ erfuhr, dass der Fußball-Drittligist in den nächsten beiden Jahren 200.000 Euro mehr an Drittligamiete bezahlen will. Die bisherige Drittligamiete würde sich damit von 425.000 Euro auf 625.000 Euro erhöhen.

Das Angebot, die Stadiongesellschaft in der zweiten und dritten Runde des DFB-Pokals mit 40 Prozent am Erlös zu beteiligen, das der 1. FCK zuletzt als Nachbesserung in die Waagschale geworfen hat, bleibt bestehen.

Keßler: Suche nach Konsens vor Ratssitzung

FCK-Aufsichtsratsvorsitzender Rainer Keßler bestätigte am Abend der RHEINPFALZ das Angebot. „Wir hatten uns überlegt, wie wir noch der Stadt beziehungsweise der Stadiongesellschaft entgegenkommen können. Insofern haben wir dieses Angebot unterbreitet.“

Keßler erklärte, Bestreben des Vereins sei es gewesen, noch vor der Stadtratssitzung am Samstag einen Konsens zu finden. Das wäre im Interesse aller, sagte er. Es wäre fatal, wenn es zu einer Kampfabstimmung im Stadtrat über die FCK-Stadionmiete kommen würde.

Hoffnung auf Zustimmung

Der FCK-Aufsichtsratsvorsitzende hoffte gegenüber der RHEINPFALZ, dass der Stadtrat auf der Grundlage des neuen Angebots seine Zustimmung zu einer Minderung der Stadionpacht erklären würde. „Es wäre ein schönes Zeichen, wenn wir im Vorfeld der Stadtratssitzung einen Schulterschluss hinbekommen würden“, meinte er.

Keßler äußerte sich bewusst darüber, dass die Entscheidung Stadt und FCK schmerzt. 200.000 Euro mehr an Stadionmiete bedeuteten für den 1. FC Kaiserslautern, dass er in Zukunft ein, zwei Spieler weniger bezahlen könne.

Schwierige Dritte Liga

Keßler verwies auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die die Dritte Liga für den Verein mit sich bringe. „Mit jedem Jahr, in dem wir in der Dritten Liga spielen, werden die Rahmenbedingungen für uns schwieriger“, sagte er.

Keßler erinnerte daran, dass der 1. FC Kaiserslautern schon der Stadt beziehungsweise der Stadiongesellschaft entgegengekommen sei, indem er den Antrag auf eine jährliche Deckelung der Instandhaltungskosten auf 500.000 Euro zurückgenommen habe.

Mit dem nachgebesserten Angebot verbindet der 1. FCK die Hoffnung und Erwartung, dass damit ein Wertausgleich für die Reduzierung der Stadionpacht über die Hingabe von Aktien an die Stadiongesellschaft vom Tisch kommt.

Am Freitagnachmittag kommt es zu einer weiteren Fraktionsvorsitzendenrunde. |rdz