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Freitag, 18. Mai 2018 Drucken

Kaiserslautern

FCK in der Dritten Liga: Einmal Meppen und zurück

Von Horst Konzok und Oliver Sperk

Ziel für einige FCK-Fans in der Saison 2018/19: die Hänsch-Arena in Meppen.

Ziel für einige FCK-Fans in der Saison 2018/19: die Hänsch-Arena in Meppen. ( Foto: KUNZ)

Was die Roten Teufel in der nächsten Saison erwartet

Die Dritte Liga zählt 20 Vereine, der 1. FC Kaiserslautern spielt erstmals in der vor zehn Jahren gegründeten Spielklasse. Ein Mammutprogramm mit 38 Punktpartien wartet. Der Meister und der Tabellenzweite steigen direkt auf, der Tabellendritte spielt in der Relegation gegen den Drittletzten der Zweiten Bundesliga. Aus der Dritten Liga absteigen müssen die drei Letzten der Tabelle.

Die genaue Zusammensetzung der Dritten Liga in der Saison 2018/19 ist noch offen. Eine Reihe von Derbys ist für die Lauterer möglich, etwa wenn der Karlsruher SC nicht in die Zweite Liga aufsteigt und der 1. FC Saarbrücken und der SV Waldhof Mannheim den Aufstieg in Liga drei schaffen sollten.

Künftige Gegner Waldhof, Saarbrücken, KSC?

 

Was angesichts der dann zu erwartenden Zuschauerzahlen gut für die Lauterer Klub-Kasse wäre, würde der Polizei nach den Erfahrungen der Vergangenheit Großeinsätze bescheren. Spiele gegen den Karlsruher SC waren zuletzt „rote Spiele“, Hochrisikospiele. Der KSC kämpft als Drittliga-Dritter gegen Erzgebirge Aue heute und am Dienstag um den Aufstieg in die Zweite Liga. Der 1. FC Saarbrücken, Meister der Regionalliga Südwest, spielt in der Relegation gegen Bayernmeister 1860 München um den Aufstieg in die Dritte Liga. FCK-Fans drücken den „Löwen“ ganz fest die Daumen, auch wegen der Fan-Freundschaft mit den Anhängern der Sechziger. Südwest-Vize SV Waldhof Mannheim trifft in der Relegation auf Westmeister KFC Uerdingen.

„Ich habe Respekt vor der Dritten Liga. Wir tun gut daran zu wissen, dass das kein Selbstläufer wird“, sagt FCK-Trainer Michael Frontzeck. „Wo wir hinkommen, werden wir gejagt. Für viele Vereine ist das dann wie Pokal. Der FCK hat noch immer, hat trotz allem einen großen Namen“, weiß Sportvorstand Martin Bader. „Dass jetzt auch Eintracht Braunschweig abgestiegen ist, macht es für uns nicht leichter.“

Hellström will nach Rostock kommen

 

Weite Dienstreisen warten auf die Lauterer. So gibt es ein Wiedersehen mit Hansa Rostock, das die letzte Runde als Tabellensechster abschloss und nun wieder höhere Ziele verfolgt. FCK-Torwart-Legende Ronnie Hellström – der mittlerweile 69-Jährige lebt wieder in seiner Heimat Schweden – hat bei aller Enttäuschung über den Abstieg die Drittliga-Spielorte studiert. Einen Besuch beim Lauterer Gastspiel beim FC Hansa hat Hellström fest eingeplant: „Rostock – das ist für mich die kürzeste Anreise zu einem FCK-Spiel“, sagt der Schwede.

Wie heiß die Pflaster speziell im Osten sein können, erfuhr der FCK 2016 beim Pokal-Aus beim Halleschen FC. In Zwickau, beim FC Carl Zeiss Jena und vielleicht auch wieder in Cottbus, wenn der FC Energie die Relegation gegen Weiche Flensburg meistert, stehen hohe Hürden.

Auf nach Aalen!

 

Knapp Platz drei verpasst hat der SV Wehen Wiesbaden, der 68 Punkte holte. „Das hätte in manchem Jahr zum direkten Aufstieg gereicht“, sagt Trainer Rüdiger Rehm, dessen Mannschaft nun die Ewige Tabelle der Dritten Liga anführt, aber mit Macht zurück in die Zweite Liga will.

Im Sog der Aufstiegsplätze bewegten sich auch die Würzburger Kickers. Den Abstiegsfrust wurden sie lange nicht los, starteten fatal schlecht – die Siegesserie kam zu spät. Der Ligafünfte will ab 27. Juli, wenn die Saison in der Dritten Liga eröffnet wird, wieder angreifen.

Auf die Schwäbische Alb wird der FCK auch in der kommenden Saison wieder reisen. Der 1. FC Heidenheim hat zwar den Zweitliga-Verbleib geschafft, Nachbar VfR Aalen spielt aber drittklassig, wurde Zehnter.

Jetzt auch gegen Lotte

 

Im Süden der Republik sind auch die SG Sonnenhof Großaspach, 2017/18 Tabellen-14., und die SpVgg Unterhaching, zuletzt Neunter, beheimatet. Achter wurde in der abgelaufenen Spielzeit Fortuna Köln. Der einst von Jean Löring geprägte Klub aus dem Kölner Süden tut sich schwer, Fans zu finden. Zum Saisonfinale gegen Zweitliga-Aufsteiger SC Paderborn kamen 3901 Zuschauer – über die Hälfte aus Paderborn …

Neidisch schielen Preußen Münster und der VfL Osnabrück zum Nachbarn nach Paderborn, beide Traditionsklubs – Münster 1963 gar Bundesliga-Gründungsmitglied – laufen seit Jahren ihren Zielen hinterher. Der VfL schaffte trotz der für gewöhnlich so stimmungsvollen Heimspiele im Hexenkessel an der Bremer Brücke nur knapp den Klassenerhalt. Lotte kennen viele nur wegen der Radio-Staumeldungen am Lotter Autobahnkreuz. Die Sportfreunde haben im letzten Jahr vier Trainer verschlissen und bauen den Kader um.

Als Siebter toll geschlagen hat sich der SV Meppen im Jahr eins nach dem Wiederaufstieg. 1996/97 spielte der FCK nach dem ersten Bundesliga-Abstieg wie Meppen in der Zweiten Liga. Im Emsland verlor „König Otto“ mit den Seinen 1:2, in der Rückrunde beim 7:6 des FCK am letzten Spieltag 1996/97 wurde auf dem Betze der schon vorher klar gemachte Wiederaufstieg in die Fußball-Bundesliga gefeiert.

 

 

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