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Montag, 04. März 2019 - 16:06 Uhr Drucken

Kaiserslautern-Ticker

Enkenbacher Arzt offenbar bei Anschlag getötet – Polizei warnt Bevölkerung

In Enkenbach kam ein Arzt ums Leben, in Otterberg starb der mutmaßliche Täter. Foto: Archiv

In Enkenbach kam ein Arzt ums Leben, in Otterberg starb der mutmaßliche Täter. Foto: Archiv

Der praktische Arzt aus Enkenbach-Alsenborn, der am Freitagmorgen ums Leben kam, wurde laut Polizei offenbar Opfer eines Sprengstoffanschlags. Tatverdächtig ist der 59-jährige Bernhard Graumann aus Mehlingen, der kurz zuvor in der Nacht starb.

Wer hatte Kontakt zu Graumann?



Die Polizei sucht nun Zeugen, die Kontakt zu Bernhard Graumann hatten. Der 59-Jährige Betreiber einer Landschaftsgärtnerei steht im Verdacht, an der Tötung eines Arztes am Freitag beteiligt gewesen zu sein. Die Polizei hat Erkenntnisse, dass auch andere Personen, die in geschäftlicher oder persönlicher Beziehung zu Graumann standen, gefährdet sein könnten. Graumann ist in der Nacht zum Freitag in seinem Wohnhaus in Mehlingen verstorben. Die Todesumstände sind zurzeit ebenfalls Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.

Verdacht einer Sprengfalle



Am Freitagvormittag wurde der Arzt in Enkenbach-Alsenborn tot vor seiner Praxis gefunden. Die Polizei geht davon aus, dass eine absichtlich herbeigeführte Explosion zum Tod des Arztes führte. Sie nimmt an, dass er durch eine Sprengfalle ums Leben kam. Die Ermittler gehen zwischenzeitlich davon aus, dass der Täter eine Sprengvorrichtung an der Eingangstür der Arztpraxis deponiert hatte. Vermutlich wollte der Mediziner die getarnte Vorrichtung vom Boden aufheben. Dadurch brachte er den Gegenstand zur Explosion. Zum Gegenstand kann die Polizei aktuell noch keine Angaben machen. Die Ermittlungen dauern an.

Weitere Explosion



In Otterberg kam es am Sonntagmorgen zu einer weiteren Explosion. Zwei Menschen wurden dabei verletzt. Ein mit Sprengstoff manipuliertes Holzscheit war in einem Kaminofen explodiert.
Vermutlich deponierte der Täter das Holzstück zuvor am Anwesen der Geschädigten. Eine Bewohnerin legte das Stück unbemerkt mit ins Kaminfeuer.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei ergaben, dass in beiden Fällen Bernhard Graumann tatverdächtig ist. Er hatte mit den Geschädigten eine persönliche beziehungsweise geschäftliche Verbindung. Graumann stand zu den Personen in keinem guten Verhältnis. In beiden Fällen war es in der Vergangenheit bereits zu Konflikten gekommen.
Die Polizei kann nicht ausschließen, dass der Verstorbene vor seinem Tod Vorbereitungen getroffen hat, die andere Menschen an Leib und Leben gefährden könnten. Insbesondere Personen, die mit Graumann in problematischer privater oder geschäftlicher Beziehung standen, werden dringend gebeten, sich umgehend mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Unter der Telefonnummer 0631/369 2660 hat die ermittelnde Sonderkommission ein Hinweistelefon eingerichtet.

|gzi

 

 

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