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Donnerstag, 25. Januar 2018 Drucken

Kreis Kaiserslautern

Das Gegenüber verstehen lernen

Kaiserslautern: Sascha Rudolph wagt in seinem Debüt als Autor einen Ausflug zu den Quellen unseres inneren Antriebes

Sascha Rudolph beschäftigt sich in seinem Buch mit der Frage „Wer macht was wann warum“.

Sascha Rudolph beschäftigt sich in seinem Buch mit der Frage „Wer macht was wann warum“. ( Foto: VIEW)

Ende Oktober vergangenen Jahres erschien beim Tredition Verlag das Buch „Wer macht was wann warum“ von Sascha Rudolph. Der 43 Jährige Unternehmensberater aus Kaiserslautern beschäftigt sich darin mit unterschiedlichen Menschentypen und wie man sie motivieren kann. Dabei versucht er auch die Frage zu klären, was mit dem Begriff Motivation überhaupt gemeint ist.

Ein Buch zu schreiben, das war für den zweifachen Familienvater Sascha Rudolph schon immer interessant. Schon zu seiner Studienzeit in Saarbrücken und später in Düsseldorf, wo er sich anschließend an sein Betriebswirtschaftsstudium noch weiter in Richtung Sportmanagement spezialisierte, hing er Überlegungen nach, einen Studiengang in Philosophie zu belegen.

Da dies zum damaligen Zeitpunkt aber im Gegensatz zur Familienplanung stand, verwarf er diesen Gedanken wieder. Rudolph sammelte zunächst Erfahrung als Geschäftsführer und wurde später zum Berater namhafter Unternehmen.

Während dieser Arbeit hinterfragte er immer mehr die vorherrschenden Definitionen des Begriffes Motivation und suchte eine passende Verbindung zu den verschiedenen Verhaltensweisen von Personen.

Er vertritt die These, dass jeder Mensch einem von vier Handlungskorridoren zugeordnet werden kann, einer Art Verhaltensmuster. Grundlage für die Einordnung einer Person in eine der vier Kategorien ist die persönliche Einstellung. Sie bilde sich aus den gemachten Erfahrungen, dem Glauben und vielen weitereren individuellen Werten heraus. Genau hier sieht der Autor die Schnittstelle zur Motivation.

Um jemanden wirksam zu motivieren oder anzutreiben, müsse man sein Gegenüber einschätzen können und seine Besonderheiten erkennen – „diese müssen dann gezielt angesprochen werden“ ist Rudolph überzeugt. Anhand etlicher anschaulicher Beispiele definiert er so seine Sicht der Dinge. Ein Buch das mit Komplettlösungen oder Motivationswundern um die Ecke kommt, soll sein Werk in keinem Fall sein. Von Motivationsveranstaltungen und deren „Gurus“ hält er nichts.

Der Neu-Schriftsteller wendet sich lieber der Wissenschaft zu. So kam er in Kontakt zu Nobelpreisträger Daniel Kahnemann, der einen Lehrstuhl an der renommierten Universität von Princeton in den USA innehat. Rudolph bezeichnet den berühmten Psychologen als seinen wichtigsten Wegweiser während der oft sehr komplizierten Recherchen. Dessen Buch „Schnelles Denken, langsames Denken“ sei darüber hinaus ein Stützpfeiler seiner eigenen Arbeit.

Eine konkrete Zielgruppe hat Rudolph nicht im Auge. Er sieht sein Buch sowohl auf das Berufs- als auch auf das Privatleben anwendbar. Primär soll es ein Ratgeber für Jedermann sein, der einer besseren Verständigung untereinander dienen soll.

Nach gut zwei Jahren des Schreibens und der Recherche freut sich Sascha Rudolph nun über den gelungenen Start seines Erstlingswerkes, hatte er doch angesichts der großen Konkurrenz in diesem Themengebiet eher verhaltene Erwartungen. Der Autor spielt bereits mit dem Gedanken, ein weiteres Buch zu verfassen. Darin wolle er sich aber mit einem anderen Thema auseinander setzen. Konkret festgelegt hat er sich noch nicht.

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