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Donnerstag, 17. Januar 2019 Drucken

Kreis Kaiserslautern

Auf der Suche nach dem kleinen Informatik-Gen

Enkenbach-Alsenborn: Fördervereine der TU Kaiserslautern und der IGS versorgen die Schüler mit programmierbaren Legosteinen

Von Doris Theato

Programmierbare Roboter aus Legosteinen können die Schüler der IGS in Enkenbach-Alsenborn seit neuestem bauen.

Programmierbare Roboter aus Legosteinen können die Schüler der IGS in Enkenbach-Alsenborn seit neuestem bauen. ( Foto: VIEW)

Der Rasenmäher sieht eigenwillig aus, macht aber, was er soll. Zumindest reagiert er auf Anweisung aus der Ferne. Was in der Integrierten Gesamtschule (IGS) Enkenbach-Alsenborn leicht summend über den Boden rollt, ist ein Konstrukt aus programmierbaren Legosteinen. Dank einer Spende des Fördervereins für Informatik der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern und des Fördervereins der Schule stehen den Schülern sechs Robotik-Bausätze zur Verfügung.

Informatik ist nicht jedermanns Sache. Gut, wer es nicht so mit Zahlen oder der Mathematik hat, der wird vermutlich auch die Informatik nicht zum Freund bekommen, aber der Informatik eine Chance geben, das sollten doch wenigstens alle einmal. So wird es jedenfalls an der IGS gesehen, die neben Informatik als Leistungs- oder Grundfach in der Oberstufe auch frühzeitig, nämlich ab Klasse sieben, einen Einstieg in die Thematik bietet. Die neuen Lego Mindstorms EV3 Baukästen, gesponsert durch die Fördervereine, sollen nun noch mehr Lust auf Informatik wecken.

Lego ist ein Spielstein, daran besteht kein Zweifel. Gegen das Spielen spricht ja auch nichts, im Gegenteil, wenn spielerisch die Welt der Informatik ge- und eröffnet wird, dann hat das nur Vorteile. So sehen es jedenfalls die Fachleute. Gerhard Pews, ein promovierter Informatiker und seines Zeichens ein Softwarearchitekt, findet es einfach nur gut, wenn Schüler mit kleinen ersten Programmierungen direkte Rückmeldungen durch den ebenfalls zusammengebauten Roboter erhalten. Für ihn sind solche Baukästen ein schöner Einstieg in die IT.

Genau deshalb hat er als Vorsitzender des Fördervereins für Informatik der TU der Schule 1000 Euro zur Verfügung gestellt. Ordentlich Werbung für den Beruf des Informatikers macht er bei der Übergabe der neuen Robotik-Bausätze vor den Schüler gleich mit. „Die Fortschritte in unserer Gesellschaft finden im Bereich der Informatik statt. In jedem Gerät, vom Auto über die Waschmaschine bis zum Kühlschrank, steckt IT“, weist er auf den enormen Fachkräftebedarf im Bereich der Informatik hin. „Die Firmen laufen heute den Informatikern hinterher“, spricht er von einer mehr als guten Berufsmöglichkeit.

„Die Schule hat eine lange Tradition, was das Angebot an Informatik angeht“, blickt Hartwig Pulver, der Vorsitzende des Fördervereins der Schule, zurück. Ihn freut es ganz besonders, dass von den neuen Lego-Baukästen, für die der Förderverein 2000 Euro beigesteuert hat, ganze Kurse und Klassen profitieren können. „Wir stärken damit das IT-Profil unserer Schule“, unterstreicht Schulleiter Jörg Neurohr.

Für den IGS-Oberstufen-Leiter Michael Schlemmer ist – dank der neuen Baukästen – zudem wieder die Teilnahme an Wettbewerben, wie etwa der „World Robot Olympiad“ oder der „First Lego League“, im Bereich des Möglichen. Vor allem aber werde die Robotik-AG an der Schule wieder mit Leben gefüllt.

Und die Schüler? Die – ob Mädels oder Jungs – finden zumindest das Hantieren mit den programmierbaren Bausteinen nicht schlecht. Man kann ja neben der Demonstration eines Rasenmähers, der halt über einen grünen Teppich gesteuert wird, schon ansprechende Dinge gestalten: Der kleine Roboter kann über Treppen marschieren, er kann dazu gebracht werden, dass er Müll aufsammelt, Dinge ausfräst oder einfach nur von A nach B fährt und dabei alle dazwischen aufgebauten Schikanen locker bewältigt. Das macht Spaß, und die Informatik schleicht sich ganz nebenbei mit ein. Nicht bei allen, einige winken ab, aber andere entdecken doch ein kleines IT-Gen in sich.

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