Asselheim RHEINPFALZ Plus Artikel Weniger Reben-Zierde in Asselheim: Das ist der Grund

Eine von sechs neuen Querverbindungen.
Eine von sechs neuen Querverbindungen.

Im Grünstadter Ortsteil spannen sich neue Rebenseile über die Straßen. Doch es sind weniger grüne Querverbindungen als zuvor. Manche Hauseigentümer haben sich verweigert.

Die Asselheimer Dorfkern-Zierde beschäftigt Norbert Schott schon, seit er 2019 Vorsteher des Grünstadter Ortsteils wurde. Anfangs, sagt der Sozialdemokrat, landeten bei ihm Beschwerden über zu viel Sauerei. Den die zur Verschönerung über die Straßen gespannten Reben trugen Früchte, und die zerplatzten schließlich auf dem Straßenbelag. Also wurden die Pflanzen ausgetauscht, über die Langgasse rankte sich seither traubenfreies Weinlaub. Doch auch das musste wieder weg.

Höher als zuvor

Denn die Reben wanden sich um Stahlseile, die ebenso wie in Sausenheim als marode galten und deshalb auszutauschen waren. Im westlichen Grünstadter Winzerdorf soll das noch im Lauf des Jahres passieren, in Asselheim hingegen sind die Arbeiten mittlerweile erledigt. Die grünen Querverbindungen zwischen den Häuserfronten hängen nun etwas höher als zuvor, nach Schotts Angaben musste sie mindestens fünf Meter Abstand zum Boden wahren. Doch vor allem ist ihre Anzahl deutlich zurückgegangen.

Sorge um Verkaufswert

Früher waren es zehn, nun sind es nur noch sechs: Schott bedauert diesen Schwund und führt ihn auf Bedenken der Hauseigentümer zurück. Denn als vor Jahren erstmal Rebenseile über Asselheimer Straßen gespannt wurden, waren eher informelle Vereinbarungen die Grundlage. Nun sollten sie unterschreiben, dass sie die Verankerungen dauerhaft in ihren Fassaden belassen. Das, sagt der Ortsvorsteher, ließ manche Betroffene um den Verkaufswert ihrer Häuser fürchten.

Die Stadtverwaltung wiederum habe auf hohe Verbindlichkeit bestanden, um Fördergeld beantragen zu können. Weil weniger Seile weniger kosten, habe sie nach dem Rückzug mehrerer Anlieger dann aber doch alles aus dem eigenen Haushalt bezahlt.

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