Kandidaten im Porträt Warum Daniel Krauß noch einmal Bürgermeister werden will

Daniel Krauß ist gebürtiger und überzeugter Kleinkarlbacher.
Daniel Krauß ist gebürtiger und überzeugter Kleinkarlbacher.

Bei der Kommunalwahl im Jahr 2019 stand Kleinkarlbach ohne Bürgermeisterkandidat da und die Gemeinderatsmitglieder wählten den Ortschef später aus ihrer Mitte heraus. So gelangte Daniel Krauß im zarten Alter von 29 Jahren ins Amt – als mit Abstand jüngster Ortschef in der Verbandsgemeinde Leiningerland. Trotz aller Fährnisse hat er offenbar Gefallen an dem Job gefunden, denn diesmal stellt er sich direkt zur Wahl.Krauß ist mittlerweile 34 Jahre alt und mit seinem Programm für Kleinkarlbach noch nicht durch. Es gibt viele Projekte, die in seiner ersten Amtszeit nur angefangen wurden, die er aber gern bis zu ihrem Ende begleiten würde – was bedeutete, dass er sich noch nicht guten Gewissens von seinem Posten verabschieden kann. Drei Projekte im Ort empfindet der Kleinkarlbacher als besonders dringend: Die Umsetzung des Regenrückhaltebeckens, das bei Starkregen für Entlastung vor allem in der Hauptstraße sorgen soll. Die Erneuerung der maroden Ortsdurchfahrt, für die allerdings der Landesbetrieb Mobilität verantwortlich zeichnet. Und die Errichtung einer bedarfsgerechten Ausstattung für die Kita im Ort.

Dass solche größeren Vorhaben mitunter deutlich länger dauern als gedacht, weiß der Verwaltungsbeamte nicht zuletzt aus seinem Job. Er hat die Erfahrung in den vergangenen Jahren aber auch aus erster Hand gemacht – etwa beim Hickhack um das Regenrückhaltebecken und den ständigen Verzögerungen beim Ausbau eines Glasfasernetzes in der Gemeinde. Ein Trost dürfte ihm sein, dass die Arbeit im Kleinkarlbacher Gemeinderat gut funktioniert. „Sie ist sachlich und zielführend“, resümiert der Bürgermeister. „Ich glaube, ein wichtiger Punkt ist, dass bei uns im Ort ,Parteipolitik‘ keine Rolle spielt und wir fraktionsübergreifend einen offenen Austausch pflegen.“

Viel Erfahrung in der Kommunalpolitik

Obwohl er noch jung ist, verfügt Krauß schon über einiges an Erfahrung in der Kommunalpolitik – auch in verantwortungsvollen Positionen. Ab 2014 war er Fraktionssprecher der SPD im Kleinkarlbacher Gemeinderat, seit 2018 sitzt er im Verbandsgemeinderat und in verschiedenen Ausschüssen der Verbandsgemeinde Leiningerland. Außerdem ist er Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Kleinkarlbach - Battenberg - Neuleiningen. All das mit seinem Beruf und dem Alltag als Vater von drei kleinen Kindern unter einen Hut zu kriegen, sei nur möglich, weil seine Familie voll hinter ihm steht, sagt Krauß.

Der Kleinkarlbacher hat zwei Töchter im Alter von sechs und vier Jahren und einen Sohn im Alter von einem Jahr. Sie wachsen in dem Dorf auf, in dem Daniel Krauß geboren wurde und das er zwar für die Dauer seines Studiums verließ, aber nur, um danach sofort zurückzukehren. „Ich bin in Kleinkarlbach aufgewachsen und von hier stammen große Teile meiner Familie und Freunde“, sagt der einzige Kandidat für das Amt des Bürgermeisters in der 900-Einwohner-Gemeinde. Als politisch interessierter Mensch möchte er sich natürlich auch auf dieser Ebene engagieren, um sein Heimatdorf voranzubringen.

Bei aller Unterstützung durch die Familie und allem Organisationstalent lässt der volle Zeitplan dem 34-Jährigen so gut wie keine Zeit für Hobbys. „Neben der Kommunalpolitik habe ich bis vor ein paar Jahren mein Leben lang Fußball gespielt“, berichtet Krauß. Dafür bleibe ihm nun keine Zeit mehr. Er sei aber immer noch ein bekennender Fan des 1. FC Kaiserslautern.

Drei Bekenntnisse

1. Ich lebe gern in Kleinkarlbach, weil ... es meine Heimat ist und ein großer Teil meiner Familie und Freunde hier lebt.
2. Gar nicht leiden kann ich ... persönliche Anfeindungen.
3. Ich will Bürgermeister werden, weil ... die Arbeit der letzten Jahre noch nicht zu Ende und es noch einiges zu tun gibt.

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