Kandidaten im Porträt Waßner in Mertehseim: „Verantwortungsvoll mit Mitteln umgehen“

Der 70-jährige Kurt Waßner im Ortskern Mertesheim mit Kirche und Rathaus: In dieses will Waßner wieder als Ortschef einziehen.
Der 70-jährige Kurt Waßner im Ortskern Mertesheim mit Kirche und Rathaus: In dieses will Waßner wieder als Ortschef einziehen.

Es sind keine Mammutprojekte, die Kurt Waßner angehen will, sollte er wieder zum Mertesheimer Ortsbürgermeister gewählt werden. Die Chancen stehen gut, ist der 70 Jahre alte Amtsinhaber in Mertesheim doch der einzige Kandidat. Was er trotz Konsolidierungsbemühungen erreichen will.

Als Ortsbürgermeister wolle er weiterhin dafür sorgen, dass in Mertesheim „verantwortungsvoll mit den begrenzten, vorhandenen Mitteln umgegangen“ wird, sagte der seit fünf Jahren amtierende Waßner. Gerade weil „der finanzielle Spielraum für Ortsgemeinden immer schwieriger“ werde, sollten in Mertesheim keine kostenintensiven, sondern kalkulierbare Vorhaben ganz oben auf der Agenda stehen. Wichtigste Projekte in der kommenden Amtsperiode seien demnach die Umsetzung eines Starkregen- und Hochwasservorsorgekonzeptes, die Erweiterung des Bauhofes, das Thema Photovoltaik sowie der Ausbau des Holzwegwanderweges – übers Leaderprogramm und Eigenleistungen – sowie die Anlage am Dorfgemeinschaftshaus.

Dies seien alles realistische Ziele, die im Rahmen einer weiteren finanziellen Konsolidierung machbar seien, sagt der Träger der Landesehrennadel. Zu Beginn seiner Amtszeit 2019 – Frisch-Pensionär nach 44 Jahren in der VG-Verwaltung Grünstadt-Land – sei die Ortsgemeinde im Kommunalen Entschuldungsprogramm gewesen und hatte regelmäßig Schlüsselzuweisungen erhalten, da Mertesheim hinsichtlich seiner Steuerkraft unter dem Schwellenwert des Landes lag. Waßner zeigt sich heute nicht ohne Stolz: „All das erhalten wir seit etwa drei Jahren nicht mehr, da sich unsere Einnahmesituation aufgrund höherer Steuereinnahmen – Gewerbesteuer, Einkommensteueranteile sowie Grundsteuer B – verbessert hat.“ Allerdings könne sich diese positive Entwicklung bei einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation auch jederzeit ändern, weiß der Hobby-Wanderer. Deshalb müsse bei der finanziellen Ausstattung der Kommunen „vonseiten des Landes mehr getan werden“, betont Waßner.

Trotz des Schuldenabbaus habe sich – mit Unterstützung der Ratsmitglieder – in der vergangenen Legislaturperiode aber auch einiges getan, sagt er und verweist insbesondere auf die Einrichtung einer Krippengruppe vor vier Jahren, nachdem die Mertesheimer Kita 2004 ganz geschlossen worden war. Als Höhepunkt bezeichnet er die Feierlichkeiten zum 1250. Jubiläum von Mertesheim im vorigen Jahr – wegen Corona zwei Jahre später als ursprünglich geplant. Es seien viele Bürger, aber auch Auswärtige gekommen. Kleinere, aber ebenfalls wichtige Leistungen waren und sind laut Waßner Maßnahmen in der Eistalstraße, um die Lärmbelästigung zu reduzieren, Reparaturen auf dem Friedhof und im Dorfgemeinschaftshaus sowie die Schaffung und Pflege weiterer Grünflächen im Dorf und mehrere Insektenhotels.

Drei Bekenntnisse

1. Ich lebe gerne in meinem Geburtsort Mertesheim, weil ... dies ein schöner, ruhiger Ort ist, in dem großartige Menschen leben.
2. Überhaupt nicht leiden kann ich, ... wenn nicht mit offenen Karten gespielt wird, etwa wenn Unstimmigkeiten oder Probleme nicht offen angesprochen werden.
3. Ich will Bürgermeister bleiben, weil ... mir diese ehrenamtliche Tätigkeit immer noch Spaß macht, ich die notwendige Zeit dafür habe und noch einiges zu tun ist – wobei ich immer wieder mit Freude feststelle, dass ich eine breite Unterstützung von vielen Bürgern/Bürgerinnen sowie Ratsmitgliedern habe.

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