Kirchheim
Vom Garagenprojekt zur Werbeagentur: Pfälzer Betrieb feiert Zehnjähriges
Erste künstlerische Erfahrungen machte Philipp Schmidt in der Garage seiner Großmutter. Dort tobte er sich beim Malen und Sprühen aus. Der Wunsch, kreativ zu sein, prägt ihn seitdem – auch im Beruf. Das Haus seiner Großmutter wurde in Kirchheim mittlerweile umgebaut und renoviert. Es bildet heute den Sitz der von Schmidt und einem Freund 2016 gegründeten Werbeagentur Fips und Foxy. Als solche planen beide Werbung und gestalten beispielsweise Anzeigen oder Internetauftritte, um ihre Kunden bekannter zu machen.
Verantwortlich für die Agentur ist neben Schmidt sein Freund Simon Kurpick, der ursprünglich in der Telekommunikationsbranche arbeitete. „Simon ist eher der Künstler, er zeichnet gerne, und ich setze das Gezeichnete am Computer um“, beschreibt Schmidt die Arbeitsweise der beiden. Er selbst ist von Haus aus Mediengestalter Digital und Print. Seine Ausbildung schloss er 2018 als bester Absolvent bei der Kammer Rhein-Neckar ab. Anschließend absolvierte er den Medienfachwirt sowie die Ausbildereignungsprüfung.
Klare Aufgabenverteilung
Im Unternehmen ist Kurpick zuständig für die Sozialen Medien, Inhalte und Videos. Schmidt kümmert sich um Corporate Design, Printmedien und Webseiten. „Ich bin durch und durch der Mediengestalter“, erklärt er. Im Lauf der Jahre hätten beide ihren eigenen Stil entwickelt. „Derzeit arbeite ich an einer großen Leinwand“, betont Kurpick. Kommt ein Kunde mit einem Motivauftrag, passiert Folgendes: Zuerst erstellt Kurpick eine Skizze, dazu liefert er Ideen und daraus kann sich der Auftraggeber dann eine Variante aussuchen, die Kurpick umsetzt. „Früher hab ich Graffiti gesprüht, heute ist das Kunst“, so der Jungunternehmer.
Seit 2019 arbeiten Schmidt und Kurpick vermehrt mit großen Unternehmen zusammen. Sie nennen unter anderem EM-Technik in Maxdorf und den Modehändler Jost in Grünstadt. „Für EM-Technik haben wir eine große Wand gestaltet, für Jost machen wir den Social-Media-Auftritt und die Azubi-Webseite“, verrät Kurpick.
Zehnjähriges Firmenjubiläum
Mit Jost hätten beide die Idee des „Private Shopping“ begleitet, ergänzt Schmidt: Das Modehaus präsentierte seine Waren online im Livestream, Kunden hätten Artikel bestellen können, um sie später im Geschäft abzuholen. Damals habe Fips und Foxy viel Geld in Foto- und Video-Equipment investiert, so Schmidt. In Zukunft wollen die Jungunternehmer ihr Unternehmen weiter ausbauen. Seit 2021 arbeite eine Werkstudentin für die beiden, die Mediendesign studiert.
Am 1. Januar hatten Fips und Foxy ihr zehnjähriges Firmenjubiläum. Gefeiert wurde aber erst Anfang Mai auf dem Roten Platz in Kirchheim. „Wir wollten das gerne im Freien machen“, meint Kurpick. Dafür habe sich der Mai besser angeboten. Zudem habe der Heimatverein Kirchheim parallel ein großes Fest auf dem Roten Platz abgehalten. Dadurch hätten Fips und Foxy unter anderem Tische und Bänke mitnutzen können. Bei dem Fest kamen auch Spenden zusammen. Schmidt spricht von einem „niedrigen vierstelligen Betrag“, den er und sein Kollege so bald wie möglich an den Kiwanis-Club in Grünstadt geben möchten – das Geld soll bedürftige Eltern beim Einkauf eines Schulranzens für ihre Kinder unterstützen.