Faustball
TSG Tiefenthal feiert Zweitligameisterschaft
Die Faustballer der TSG Tiefenthal haben die Nerven bewahrt. Das Team von Spielertrainer Ricardo Happersberger sicherte sich mit zwei Siegen beim abschließenden Saisonspieltag im saarländischen Völklingen die Meisterschaft in der Zweiten Bundesliga West.
Es war ein toller Rundenabschluss für die Tiefenthaler, die eigentlich nicht mit dem Ziel Meisterschaft gestartet waren. „Wir wollten in dieser Spielzeit wenig Aufwand betreiben. Natürlich will man als Sportler Erfolg haben. In diesem Jahr hatten wir die nötige Lockerheit und es hat wirklich sehr viel geklappt“, sagte der TSG-Spielertrainer Ricardo Happersberger nach dem Titelgewinn. 15 Siege und nur eine Niederlage. Es war eine überragende Hallenrunde der Tiefenthaler.
Platz eins verteidigt
Vor dem abschließenden Spieltag in Völklingen standen die TSG-Akteure auch auf dem ersten Rang. Punktgleich mit dem Zweiten TV Waibstadt, der mit einem 3:2 im drittletzten Saisonspiel über die Tiefenthaler den Kampf um die Meisterschaft so richtig spannend gemacht hatten. „Wir haben natürlich immer einmal aufs Handy geschaut und verfolgt, was Waibstadt bei ihrem Spieltag macht. Aber wir hatten es ja selbst in der eigenen Hand“, betonte Ricardo Happersberger. Die Ausgangssituation war klar: Die Tiefenthaler hatten einen Satz Vorsprung auf den Verfolger. Mit zwei klaren Siegen gegen die gegnerischen Teams des TV Völklingen und TV Wünschmichelbach würden Ricardo Happersberger und seine Mannschaft den Titel klar machen.
Im ersten Spiel lief es schon richtig gut für die TSG, bei der nur Abwehrmann Matthias Lilienthal aus beruflichen Gründen im Aufgebot fehlte. Der abstiegsbedrohte TV Völklingen hatte gegen die Offensive der Tiefenthaler große Probleme. Das Team des Spieltagsveranstalters hatte zuvor die Eröffnungspartie an diesem Samstag vor 50 Zuschauern gegen den TV Wünschmichelbach klar mit 0:3 verloren. Die TSG sicherte sich den ersten Durchgang deutlich mit 11:4. Und auch in den folgenden Abschnitten trafen die Tiefenthaler auf wenig Widerstand. Auch weil es der Tabellenführer sehr gut machte. Mit 11:7 und 11:8 entschieden die TSG-Spieler die beiden nächsten Sätze für sich und feierten somit einen klaren 3:0-Sieg. „Nach dem Spiel hatten wir alle das gute Gefühl dass wir unseren Vorsprung auf Waibstadt über die Bühne schaukeln“, sagte Ricardo Happersberger. Der Rivale hatte im Fernduell sein erstes Spiel gegen den TV Mannheim-Käfertal II ebenfalls mit 3:0 gewonnen. Somit mussten die beiden abschließenden Saisonpartien der beiden Kontrahenten die Entscheidung bringen.
Im Gleichschritt
Die Tiefenthaler hatten mit dem Ligadritten TV Wünschmichelbach zumindest auf dem Papier die schwerere Aufgabe. Die Waibstädter mussten in ihrem letzten Spiel gegen den Vierten TV Rendel ran. Die TSG verlor gegen Wünschmichelbach den ersten Satz knapp mit 9:11. Doch auch Waibstadt patzte. Der TV Rendel sicherte sich den ersten Durchgang in dem Parallelspiel mit 14:12. „Wir haben nach dem verlorenen ersten Durchgang gegen Wünschmichelbach dann taktisch etwas verändert. Das hat voll gefruchtet“, sagte Ricardo Happersberger. Die TSG kam sehr stark zurück, schaffte mit einem deutlichen 11:4 den Satzausgleich. Im Angriff des Spitzenreiters wirkten wieder Christoph Happersberger und Alexander Jacobi sowie Christoph Wyrobek. Spielertrainer Ricardo Happersberger wirkte als Aufbauakteur in der Mitte, während Julian Gaub, Nico Agrikola und Tim Ohlrich die Defensivabteilung der Tiefenthaler bildeten. Nach dem 1:1 dominierte der Tabellenführer das Spiel gegen den TV Wünschmichelbach und gewann auch die beiden folgenden Abschnitte souverän mit 11:6 und 11:8. Damit war der Titel perfekt. Der TV Waibstadt gab bei seinem letztlichen 3:2-Erfolg über den TV Rendel noch einen Satz ab und landete somit in der Endabrechnung auf dem zweiten Tabellenrang.
Die TSG Tiefenthal hätte mit dem Meistertitel eigentlich die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Ersten Bundesliga sicher. Doch direkt nach dem Spieltag in Völklingen gab Spielertrainer Ricardo Happersberger bekannt: „Wir haben die Teilnahme an den Aufstiegsspielen abgesagt.“ Der Grund: Der Aufwand, in der nächsten Saison in der Ersten Hallen-Bundesliga zu spielen, ist für die TSG-Akteure einfach zu groß. In Sachen Feldrunde, die im Frühling startet, wird es im Tiefenthaler Aufgebot wohl keine Veränderungen geben. „Bis auf Matthias Lilienthal, der wohl aus beruflichen Gründen passen muss, werden wir mit diesem Kader in die Saison der Zweiten Bundesliga West gehen“, sagte der TSG-Coach. Dann wieder auf dem eigenen Faustballplatz in Tiefenthal. Für Hauptangreifer Christoph Happersberger wird es dann die letzte Saison mit der TSG werden. In der Halle machte der bald 40-Jährige in Völklingen gegen Wünschmichelbach sein letztes Pflichtspiel.