Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Stolpergefahr beim Vorletzten: Verteidigt der VfR die Tabellenführung in Knittelsheim?

Spitzenreiter Grünstadt reist mit Respekt nach Knittelsheim.
Spitzenreiter Grünstadt reist mit Respekt nach Knittelsheim.

Nach dem 4:1 vergangene Woche gegen Worms II reist der VfR Grünstadt als Spitzenreiter nach Knittelsheim. Der Gastgeber steht mit dem Rücken zur Wand. Ein heikler Prüfstein.

Es ist ein neues Gefühl: Der VfR Grünstadt ist seit dem vergangenen Wochenende Tabellenführer der Fußball-Landesliga Ost. Am Sonntag, 15 Uhr, trifft der Spitzenreiter auswärts auf den TuS Knittelsheim, der in Sachen Ligaverbleib mit dem Rücken zur Wand steht.

Durch den 4:1-Heimerfolg über Wormatia Worms II hat der VfR dank des besseren Torverhältnisses gegenüber dem punktgleichen SV Büchelberg in der Landesliga den ersten Rang übernommen. Die Stimmung ist daher natürlich gut. Der VfR strotzt vor Selbstvertrauen. „Aber das wären wir auch, wenn wir jetzt auf Rang drei oder vier liegen würden“, sagt Spielertrainer Müller, der betont: „Wir fahren nach Knittelsheim mit breiter Brust, aber das darf natürlich nicht in Überheblichkeit überschwappen. Die Saison ist noch lang und es geht in der Liga ganz eng zu. Teams wie der FSV Offenbach werden da sicher noch ein ganz großes Wort mitreden, was Aufstieg und Meisterschaft angeht.“

Fakt ist: Die Grünstadter haben Top-Teams wie Büchelberg, den FSV Billigheim-Ingenheim, der auch noch vorne mitmischt, oder eben Worms II zuletzt deutlich geschlagen. Nun will man auch gegen die Teams aus der hinteren Tabellenregion bestehen. „Die Partie in Knittelsheim wird sicherlich ganz anders werden als zuletzt“, glaubt Müller und betont: „Die haben einen engen Kunstrasen, sehr viel Publikum, die mächtig Radau machen. Der Klub ist eine Gemeinschaft, das ist immer los. Und wenn wir jetzt als Tabellenführer dort in Knittelsheim auftauchen, werden die noch einmal fünf Prozent mehr leisten.“

Stürmische Platzherren erwartet Müller aber nicht. „Auch wenn der TuS quasi mit dem Rücken zur Wand steht, werden die wohl erst einmal sehr defensiv beginnen“, glaubt der Grünstadter Coach. Der TuS Knittelsheim belegt in der Tabelle der Landesliga Ost derzeit den vorletzten Rang. Die Südpfälzer haben sechs Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz, den derzeit das Team von Phönix Schifferstadt hält.

„Wir werden jetzt auch nicht defensiv in die Partie gehen“, sagt Nico Müller und macht klar: „Wir wollen unser Spiel durchziehen, wissen aber, dass wir immer konzentriert sein müssen und wenn es geht, nur ganz wenige Fehler machen dürfen. Am besten gar keine.“ Personell kann der Grünstadter Cheftrainer weiter aus dem Vollen schöpfen. Ausfälle gab es zuletzt keine. „Der Kader ist größer als noch in der Vorrunde“, betont Nico Müller.

Im Hinspiel gewannen die Grünstadter souverän mit 3:0. Nico Müller weiß aber, dass sein Team gerade auswärts in dieser Runde schon Probleme mit Mannschaften aus der unteren Tabellenregion hatte. „Aber wir wissen, was wir können, müssen das einfach auf den Platz kriegen, vor allem bei so einem ekligen Spiel wie am Sonntag in Knittelsheim“, sagt der Grünstadter Coach.

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