Kindenheim & Bockenheim Störche lieben Sportplätze

Störche landen auf dem Sportplatz in Kindenheim ...
Störche landen auf dem Sportplatz in Kindenheim ...
... und auf den Flutlichtmasten in Bockenheim.
... und auf den Flutlichtmasten in Bockenheim.

Schlechte Nachrichten aus der Natur sind wir leider mittlerweile gewohnt: Tier- und Pflanzenarten landen auf der Roten Liste, weil sie vom Aussterben bedroht sind. Beim Storch ist es anders.

Schon 1934 führte man flächendeckende Storchenzählungen durch, weiß der Naturschutzbund Deutschland. Damals gab es auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland rund 9000 Weißstorchenpaare, 1988 waren es nur noch 2949. Doch seitdem geht es laut Nabu wieder bergauf: 1994 brüteten 4155 Paare im Land, 2017 wurden schon 6756 Klapperstorch-Pärchen gezählt. Auch im Leiningerland lassen sich die Tiere nieder – und zwar zuhauf.

Eine Storchen-Invasion

Was bei RHEINPFALZ-Leser Günther Kapp aus Bockenheim jetzt zu großer Freude führte: „Am Freitagabend gegen 21.15 Uhr traute ich meinen Augen nicht. Drei Störche haben sich auf den Flutlichtmasten des Fußballplatzes in Bockenheim niedergelassen. Bis dato hatte ich noch keine Störche in unserer Gegend gesehen“, schreibt er in einer E-Mail.

Ein Acker voll mit Tieren

In Kindenheim sind es nicht drei, sondern sogar 33 Tiere, die Gerhard Stüber letztens auf einem Stoppelacker gezählt hat: „Zur Zeit herrscht eine regelrechte Storchen-Invasion in der Gemarkung Kindenheim“, stellt er fest – und schickt gleich sechs Beweisfotos mit. Nach dem Abernten der Getreidefelder suchen Scharen von Störchen nach Futter. „Auf ihrem Rückflug in den späten Abendstunden (vermutlich an die Absetz-Weiher bei der Zuckerfabrik Offstein oder weiter), gibt es für einige noch eine Zwischenlandung auf den Flutlichtmasten des Sportplatzes. Manche verweilen sogar über Nacht. Wird hier vielleicht eines Tages ein neues Nest gebaut?“ Schön wär’s ...