Gewichtheben RHEINPFALZ Plus Artikel Späte Tore bescheren VfR Grünstadt drei Zähler

Grünstadts Alexander Dorn zieht ab.
Grünstadts Alexander Dorn zieht ab.

Dieser Last-Minute-Sieg bei der TSG Pfeddersheim dürfte dem VfR Grünstadt im Kampf um die Meisterschaft in der Fußball-Landesliga Schwung geben.

Das Team von Spielertrainer Nico Müller kam am Samstag im ersten Spiel nach der Winterpause bei der abstiegsbedrohten TSG Pfeddersheim zu einem späten 2:1 (0:0)-Sieg und übernahm zwischenzeitlich die Tabellenführung. Am kommenden Sonntag kommt es damit zum Knallerspiel gegen Wormatia Worms II.

„Natürlich sind wir superglücklich über diesen Sieg“, befand der Grünstadter Coach Nico Müller nach dem Auswärtscoup vor 200 Zuschauern im Pfeddersheimer Uwe-Becker-Stadion. „Ich hatte ja im Vorfeld schon gesagt, dass es verdammt schwer werden würde gegen diese Pfeddersheimer, die eigentlich sehr viel Qualität haben und momentan da unten mit dem Rücken zur Wand stehen. Dann ist das Spiel ja auch auf dem Kunstrasen angepfiffen worden. Die TSG hat es lange sehr gut gemacht.“

Ex-Grünstadter trifft

Im ersten Durchgang war es ein ausgeglichenes Spiel mit wenigen klaren Torchancen. Die beste Chance hatte der Grünstadter Lukas Manneck mit einem Freistoß in der Nachspielzeit (45+2). Doch TSG-Keeper Leon Guth parierte. Nach dem Seitenwechsel war es weiter eine Partie mit vielen Zweikämpfen. Ausgerechnet der ehemalige Grünstadter Spieler Fabian Herchenhan brachte Pfeddersheim nach einem Freistoß mit einem Kopfball mit 1:0 (60.) in Front. „Eigentlich war das ein irreguläres Tor, er ist von meiner Achillessehne abgesprungen“, sah sich der Grünstadter Spielertrainer Müller vor dem Treffer aber gefoult. Herchenhan sah fünf Minuten später nach einem hohen Bein die Rote Karte (65.). „Das war sicherlich keine Absicht, weil er mich nicht gesehen hat, aber er hat mich getroffen und das Bein war definitiv zu hoch“, sagte Müller: „Die Rote Karte für Fabian Herchenhan hat uns sicher in die Karten gespielt.“

In Überzahl baute der VfR Grünstadt dann nämlich sehr großen Druck auf und belohnte sich in der Nachspielzeit. Nach einem langen Einwurf von Yannik Niemann köpfte der Pfeddersheimer Finn Cleres den Ball unglücklich ins eigene Netz (90.+1). Es waren aber noch einige Minuten zu spielen. Nach einer Ecke von Marcel Czekalla gelang Luca Jensen noch der Siegtreffer zum 2:1 (90.+5). „Am Ende hat Pfeddersheim unserem Dauerdruck nach dem Platzverweis nicht mehr Stand gehalten. Für uns war das ein wichtiger Sieg. Jetzt gehen wir mit viel Schwung in das Heimspiel am kommenden Sonntag gegen Wormatia Worms II“, sagte Nico Müller.

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