Fussball
Ramsens Jan Zimmer stillt im Derby seinen Torhunger
Der Schlusspfiff kam für die B-Klasse-Fußballer der TSG Kerzenheim einer Erlösung gleich. Mit 1:9 (1:4) unterlag der Tabellenvorletzte dem TuS Ramen, der damit weiterhin vom Aufstieg träumen darf.
Kerzenheims Trainer Marc Heinrich war nach dem Schlusspfiff bedient. „Da fehlen mir einfach die Worte“, musste er sich erst einmal sammeln, bevor er in die Analyse einstieg. „Wir waren in den ersten zehn, 15 Minuten gut und hatten mit dem Freistoß eine Chance. Wir lassen uns dann aber von Minute zu Minute immer weiter hintenreindrücken. Wenn Du körperlos spielst, dann gewinnst Du keine Spiele und dann geht ein Spiel so aus, dieses ausgegangen ist“, redete der Übungsleiter Tacheles.
Kerzenheims guter Start
Dabei waren die Kerzenheimer wirklich gut ins Derby gestartet und setzten auch das erste Ausrufezeichen – und zwar eines mit Wumms. Bei einem Freistoß legte Marcel Schwallie quer auf Luca Müller, der den Ball an den Posten donnerte. Der TuS Ramsen begriff dies allerdings als Weckruf und nahm nun das Spiel zunehmend in die Hand. Kerzenheims Torwart Björn Nofftz stand gleich mehrfach im Brennpunkt, parierte in der 20. Minute gegen Jan Zimmer und David Weihrauch und war wenig später auch beim Schuss von Yannic Martin auf dem Posten. In der 24. Minute brach aber Ramsens Spielertrainer Jan Zimmer den Bann, als er aus 23 Metern Torentfernung zum 1:0 traf.
Bei der TSG kam nun auch das Pech hinzu, denn Andreas Kusnezov traf nach einer von Yannic Martin getretenen Ecke per Kopf ins eigene Tor. (30.). Geschlagen gab sich der Gastgeber da aber nicht, denn in der 45. Minute zog Luca Müller von der Mittellinie einfach mal ab und überwand den zu weit vorm Tor stehenden Ramsener Keeper Steffen Kosolowski zum 1:2-Anschlusstreffer. Ramsen schlug postwendend zurück: Jan Zimmer traf zur 3:1-Pausenführung des Tabellendritten, der nach Wiederanpfiff die Kerzenheimer vorführte.
Zimmer trifft im Zwei-Minuten-Takt
„Ein Derby gegen den Nachbarn ist immer schwere Nummer. Dass es jetzt so lief, wie's lief, nimmt man natürlich mit“, kommentierte Jan Zimmer, der noch einen lupenreinen Hattrick auf den Kerzenheimer Kunstrasen zauberte, als er im Zwei-Minuten-Takt die Tore zum 4:1 (58), 5:1 (60.) und 6:1 (62.) erzielte. Fabricio Moutinho (77.), Yannic Hibinger (79.) und David Weihrauch (89.) sorgten gegen eine nun desolate Kerzenheimer Mannschaft für den Endstand. „Es war aber schon ein hartes Stück Arbeit“, relativierte Jan Zimmer, dessen Team punktgleich mit dem Zweiten TuS Bolanden auf ein Entscheidungsspiel zusteuert.