Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Obersülzen schlägt LSC und verschafft sich Luft

Santiago Valente (LSC, links) im Duell Obersülzens Florian Limpert
Santiago Valente (LSC, links) im Duell Obersülzens Florian Limpert

Der SV Obersülzen gewinnt das Kellerduell gegen den direkten Konkurrenten Ludwigshafener SC, baut den Vorsprung auf den Relegationsrang aus und atmet auf.

Dem Fußball-Bezirksligisten SV Obersülzen ist am Sonntag ein Befreiungsschlag im Kampf um den Ligaverbleib gelungen. Das Team von Spielertrainer Göran Garlipp gewann das Duell vor eigenem Publikum gegen den direkten Rivalen Ludwigshafener SC deutlich mit 4:1 (2:0). Damit hat der SVO bei noch drei ausstehenden Saisonspielen nun einen Fünf-Punkte-Vorsprung auf den Relegationsrang. „Das ist ein wichtiger Sieg gewesen, nun haben wir den Relegationsplatz sicher. Den Ligaverbleib, denke ich, haben wir nun zu 80 Prozent sicher“, freute sich Co-Trainer Sascha Gerber und betonte: „Ich glaube allerdings nicht, dass am Saisonende wirklich vier Teams absteigen. Ich rechne letztlich nur mit drei Mannschaften, die in die A-Klasse runter müssen.“

Wieder gab es eine Eröffnung mit Bengalo. Die Jugend des SV Obersülzen lässt sich schon seit Wochen bei den Heimspielen immer etwas Spannendes einfallen. „Das pusht, wenn du das Aktive Mannschaft siehst“, befand auch Gerber. Gegen das junge Team des LSC begannen die Obersülzer abwartend. „Die Ludwigshafener hatten mehr Druck als wir“, sagte Gerber.

In den ersten 15 Minuten hatte Ludwigshafen Vorteile. Doch die Obersülzer lauerten auf Konter und schlugen dann auch in der 25. Spielminute zu: Ömer Beker holte sich den Ball, steckte den Ball in die Spitze auf Stürmer Jan Gaschott, der nach einem Ballkontakt abschloss und das 1:0 (25.) erzielte. Die Obersülzer kamen in der Folge immer wieder über die Außenbahnen zu Chancen. Tim Dech und Oliver Ziese machten das gut und beschäftigten das Ludwigshafener Team auf den Flügeln. Tobias Neumes war dann am zweiten Obersülzer Tor beteiligt.

Der Mittelfeldmann schoss auf das Ludwigshafener Gehäuse. Der Ball wurde noch einmal abgefälscht und zappelte kurz darauf zum 2:0 (36.) im Tornetz des LSC. Nach dem Seitenwechsel ließen die Platzherren den Gegner kommen und versuchten, Nadelstiche zu setzen. Florian Limpert und Jan Gaschott trafen nach dem Seitenwechsel noch Aluminium. Eine Flanke von Tim Dech nahm Gaschott dann gekonnt im gegnerischen Strafraum an.

Der Ludwigshafener Torhüter parierte den Knaller, doch im Nachschuss erzielte Marvin Ulrich das 3:0 (59.). „Danach haben die Ludwigshafener aufgegeben, wir haben weiter Druck gemacht“, sagte Gerber. Gaschott erhöhte auf 4:0 (61.). Plötzlich schien der LSC auseinanderzufallen. Doch die Trinkpause rettete den LSC.„Plötzlich war der Rhythmus weg bei uns“, gab Gerber zu. Nach einem Missgeschick von Keeper Joshua Mayer, der beim Schuss des Ludwigshafeners Amin Bouagaga zu weit vor seinem Kasten stand, kassierte der SVO noch das 1:4 (77.).

Doch die Obersülzer ließen in den letzten Minuten der Partie nichts mehr zu und stehen nun auf dem zehnten Tabellenrang. „Wir haben im Vergleich zu den Teams hinter uns noch das schwerste Programm, aber ich bin zuversichtlich, dass wir die letzten drei Spiele auch noch erfolgreich bestreiten“, sagte Sascha Gerber. Auf den Ligadrittletzten FC Lustadt, der aktuell absteigen müsste, haben die Obersülzer schon neun Punkte Vorsprung.

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