Grünstadt
Neue Einkaufsmärkte im Leiningerland: Wie ist der Stand?
In Hettenleidelheim ist mit den Bauarbeiten für einen neuen Rewe-Markt begonnen worden. Der 1400-Quadratmeter-Markt ist am Ortsausgang gegenüber des Penny-Markts angesiedelt und soll in der ersten Jahreshälfte 2021 eröffnen. Angedockt sind ein Backshop und eine Geschäftsstelle der Vereinigte VR-Bank Kur- und Rheinpfalz.
Obrigheim: Planungen stecken fest
Die Obrigheimer dagegen müssen sich noch etwas gedulden, bis sie vor Ort einkaufen können. Hieß es im Januar noch, dass noch in diesem Jahr, spätestens aber im Frühjahr 2021 ein Netto-Markt auf der Fläche neben Feuerwehr und Kindergarten eröffnet werden könnte, steht nun fest, dass in diesem Jahr überhaupt nicht mehr gebaut wird. Denn über dem Gelände verlaufen Stromkabel, sie hängen relativ tief. Und weil unter der Stromleitung nicht gebaut werden darf und rechts und links davon ein Abstand von zehn Meter gewahrt sein muss, müssen der Investor und die Pfalzwerke eine Lösung finden. Das sollte eigentlich schon längst passiert sein, doch dann kam Corona – und Treffen waren damit unmöglich. Investor Hans Weber, Geschäftsführer der WGD Immobilien GmbH (Darmstadt), sagt deshalb auf RHEINPFALZ-Anfrage, dass der Stand der Planungen unverändert ist: „Da gibt es noch keine endgültig abgeklärte Lösung.“ Die Vorschläge müssten jetzt „aufgegriffen und vertieft werden“. Der Obrigheimer Markt, der auf einer gemeindeeigenen Fläche gebaut werden soll, soll eine Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern haben. Eine Bäckerei mit Café soll ebenfalls integriert werden.
Grünstadt: Ampel als Lösung
Zwischen Grünstadt und Asselheim will Investor und Projektentwickler Werner Schreiber aus Gründau (Hessen) zwei Supermärkte bauen, die an Aldi und Rewe vermieten werden sollen. Der Aldi-Markt wird eine Fläche von 1000 Quadratmetern haben, der Rewe-Markt ist mit 1400 Quadratmetern geplant, zudem gibt es ein Café mit 100 Quadratmetern. Auch hier sind die Planungen etwas aufwendiger: Denn das Land hatte angekündigt, dass zwischen Grünstadt-Nord und Asselheim dereinst eine Umgehungsstraße gebaut werden soll, die zur Bundesstraße 271 (Grünstadt-Bockenheim) führt. Zwar werden die Planungen für diese 1,2 Kilometer lange Trasse wohl erst in zehn Jahren abgeschlossen sein, aber schon heute müssen die Folgen für den Verkehr bedacht werden. So muss beispielsweise gesichert sein, dass es vom Marktgelände her nicht zu Rückstaus auf die Umgehung kommt und umgekehrt. Deswegen hat der Investor untersuchen lassen, ob eine Ampel oder ein Kreisel am Knotenpunkt Umgehung/Asselheimer Straße leistungsfähiger ist. Es läuft auf eine Ampel-Lösung hinaus, teilt der Landesbetrieb Mobilität nun auf Anfrage mit.
„Die Variante Einmündung mit Lichtsignalanlage weist eine zufriedenstellende Leistungsfähigkeit auf“, heißt es von der Behörde. Der LBM habe dieser Variante zugestimmt. Nun kann das Bebauungsplanverfahren fortgeführt werden. Die Grünstadter Ratsmitglieder haben im Spätsommer über die Aufstellung des Bebauungsplans und die städtebaulichen Verträge mit dem Investor (Baudurchführung, Kostentragung) zu befinden. Vorstellbar sei, dass sich der Planungsausschuss Ende August und der Stadtrat Anfang September mit der Thematik befasst, heißt es von der Stadtverwaltung. In einem früheren Gespräch mit der RHEINPFALZ sagte der Investor, dass er von einer Bauzeit von einem Jahr für die neuen Märkte ausgehe.