Quirnheim RHEINPFALZ Plus Artikel Nach Ärger mit Vorgänger: Diese Gaststätte soll bald wieder öffnen

Hoffnungsfroh: Schon in wenigen Wochen soll ein neuer Pächter in die Museumsgaststätte in Quirnheim einziehen.
Hoffnungsfroh: Schon in wenigen Wochen soll ein neuer Pächter in die Museumsgaststätte in Quirnheim einziehen.

Die Museumsschenke in Quirnheim ist seit geraumer Zeit geschlossen. Das hängt auch mit einem Rechtsstreit zusammen. Nun gibt es Hoffnung – und ein weiteres Ärgernis.

Erst eine nicht gezahlte Pacht, dann eine fristlose Kündigung, schließlich ein Wasserschaden – der frühere Betreiber der Museumsgaststätte in Quirnheim soll der Ortsgemeinde schon einigen Ärger verursacht haben. Was wie genau gewesen ist, klären derzeit Anwälte. Während es nun darum geht, den Schaden zu beseitigen, gibt es aber auch gute Neuigkeiten: Ein neuer Pächter steht in den Startlöchern und will noch in den nächsten zwei Wochen den Vertrag unterschreiben. Die Neueröffnung ist laut Bürgermeister Michael Kernst (FWG) Anfang März geplant, sofern die Renovierungsarbeiten vorher abgeschlossen sind.

Es habe mehrere Anfragen gegeben, wie er dem Gemeinderat Ende Januar mitteilte, doch die Ortsgemeinde habe einige Interessenten abgelehnt. Der eine wollte bevorzugt einen reinen Pizza-Lieferservice eröffnen, der andere habe Anschaffungen von der Ortsgemeinde verlangt, der dritte habe im Gebiet der Verbandsgemeinde einen schlechten Ruf. Deshalb sei es ein großer Erfolg, dass nun jemand Passendes gefunden wurde, so Kernst – gerade nach den Erfahrungen mit dem Vorgänger.

Ortsgemeinde muss für Schaden zahlen

Bis es so weit ist, stehe die Instandsetzung an, die nun von der Ortsgemeinde übernommen wird. Hintergrund ist, dass sich nach dem Wasserschaden das Laminat gehoben hat, was aber über eine Hausratversicherung des Pächters, nicht aber über die Wohngebäudeversicherung geregelt ist, da sich unterhalb es Laminats Fliesen befinden. Da die finanziellen Ansprüche dem früheren Pächter gegenüber erloschen seien, sei „da nichts mehr zu holen“, so Kernst. Damit der Nachfolger schnellstmöglich starten kann, springe die Ortsgemeinde ein. Die Versicherung, der der Schaden gemeldet wurde, zahle nur einen Bruchteil wegen des Alters der Materialien.

Das günstigste Angebot, das eingegangen ist, umfasst rund 15.000 Euro und stammt von der Firma Gawron aus Quirnheim. Sie wird die Arbeiten entsprechend ausführen, wie der Gemeinderat einstimmig entschieden hat. Vonseiten des Gremiums kam aber in dem Zusammenhang der Wunsch, präventiv zu handeln: Mit dem neuen Pächter soll vorab vereinbart werden, dass er eine Hausratversicherung abschließt, damit so etwas nicht wieder passiert. Kernst versicherte, diesen Punkt in den Pachtvertrag aufzunehmen.

Mehr zum Thema
x