Kirchheim
Mit Bildergalerie: So war die Kirchheimer Weinwanderung 2026
Am Sonntag ist das Zelt am ersten Stand der fünf Kilometer langen Weinwanderung „Rund um den Steinacker“ in Kirchheim durchgehend gut besetzt. Laut Laura, der Tochter des Inhabers, sind Riesling- und Weißherbstschorle am gefragtesten. Irgendwoher erschallt das „Palzlied“ der Anonyme Giddarischde.
Petra Bickhardt und Günter Herok aus Rödermark in Hessen, die das Event bislang nicht kannten, sitzen an einem Tisch zwischen den Rebzeilen und sind voll des Lobes. Schöner könne man es gar nicht haben, finden sie. Sigrun Feierabend aus Kleinkarlbach freut sich jedes Jahr über gute Unterhaltung bei herrlichem Weitblick. Der Ramser Ralf Latrell hebt das „Toskana-Ambiente“ hervor. Dasselbe hört man von vier Lauterern, die ebenfalls „immer da“ seien: Wenige Minuten über die Autobahn – da brauche man nicht in die Toskana zu reisen.
Schlosshof erstmals dabei
Der Eisenberger Klaus Klomann sitzt im Schatten einer großen Kastanie und meint: „Es ist einfach schön hier und nicht so überlaufen.“ Es sei aber jedes Jahr ein bisschen mehr los, bilanziert Eismann Angelo de Zordo aus Grünstadt. Heiko Spieß von der Kirchheimer Weinwelt, die die Wanderung organisiert, zeigt sich auch sehr zufrieden: „Es ist ein bisschen besser als 2025.“ Insgesamt nehme der Zuspruch kontinuierlich zu.
Erstmals nimmt der Schlosshof mit seinen biologisch erzeugten und veganen Produkten an der 2016 ins Leben gerufenen Veranstaltung teil. Prozentfreie Weine sucht man am Stand vergeblich. „Wir probieren gerade ein neues Verfahren aus, leider sind wir zum Termin nicht fertig geworden“, erläutert Markus Mühlmichel, der den Winzerbetrieb mit seiner Frau Simone und Sohn Maurice führt.
Am Wagen der Firma Phil O Food aus Nürnberg, die ihr Debüt bei diesem Event feiert, sind bereits vier der fünf Gerichte ausverkauft. „Der Samstag war mega. Wir haben nicht mit so einem Andrang gerechnet“, sagt Inhaberin Jezz Drechsel. Sie hat sich mit dem Truck mit handgemachten philippinischen Speisen einen Traum erfüllt. Ihr Ehemann Johannes versichert: „Nächstes Jahr bringen wir viel mehr Essen mit.“