Kleinkarlbach
Kleinkarlbach hat jetzt eine Kita
„Es war ein emotionaler Moment, als die Theke abgerissen wurde“, so Kleinkarlbachs Ortschef Daniel Krauß (SPD) bei der Einweihung des provisorischen Kindergartens. Der Tresen stand in der Gaststätte des TVK-Clubheims in der Jahnstraße, der für viele Besucher bestuhlt war. „Ich hatte mal eine Wahlkampfveranstaltung hier“, erinnert sich der Kreisbeigeordnete Timo Jordan (SPD). Nun ist der mit 46 Quadratmetern größte Bereich im Vereinshaus, das die Ortsgemeinde angemietet hat, der Aufenthaltsraum der „Mondscheingruppe“ geworden.
Aus der Küche nebenan wurde ein Multifunktionsraum. Am Haupteingang wurde die Tür ausgetauscht, das Treppengeländer zum Keller, wo die drei Erzieher ihr Reich haben und wo Lagermöglichkeiten sind, wurde durch eine verzierte Bretterwand gesichert. Ein Büro wandelte sich zur Garderobe, ein Hauswirtschaftsraum mit Sanitärbereich zum Wickelraum. Eine Umkleide beherbergt nun die Toiletten für die Winzlinge, eine Dusche Büro und Besprechungszimmer. Eine weitere Umkleide ist zur Ausgabe-Küche avanciert, wobei Teile des Inventars der Sportler-Küche übernommen werden konnten. „Gekocht wird weiterhin im Dorfgemeinschaftshaus“, erklärt Krauß. Dass die Speisekammer, in der jetzt Kühlaggregate stehen, eine Dusche war, ist an den Löchern in den Fliesen zu erkennen. „Nach der voraussichtlichen Nutzungszeit von rund zehn Jahren können wir alles wieder rückbauen“, sagt Krauß, der sich glücklich darüber zeigt, wie es geworden ist.
Ersatz-Spielplatz an der Grillhütte
„Wir haben alle an einem Strang gezogen. Bei jeder Besprechung waren rund ein Dutzend Leute anwesend“, betont er. Beteiligt waren neben den drei Ortsgemeinden – Kleinkarlbach, Battenberg, Neuleiningen –, der Sportverein TVK als Eigentümer, das Landes- und das Kreisjugendamt, die katholische Kirche als Betriebsträger, der Architekt David Kölsch, das Gesundheitsamt, das Bauamt, die Kita-Leitung und der Förderverein.
Und trotz der vielen Beteiligten, zahlreicher Auflagen und bürokratischer Hürden konnte das Projekt innerhalb des kalkulierten Zeit- und Kostenrahmens verwirklicht werden. Von den rund 275.000 Euro hat der Landkreis 40 Prozent übernommen. Am 1. September zogen die ersten 13 Zwei- bis Fünfjährigen ein. Zugelassen ist die Außenstelle mit 22 Plätzen. Mehr Mitarbeiter wird es deshalb jedoch aufgrund des vom Land festgelegten Personalschlüssels nicht geben. „Ein lange gehegter Wunsch“ ist laut Pfarrer Martin Tiator erfüllt worden. Für den „geopferten“ öffentlichen Spielplatz soll Ersatz an der Grillhütte geschaffen werden.