Leiningerland / Grünstadt
Kein Kleider-Container in Reichweite: Welche Alternativen Bürger haben
Wie viele Altkleidercontainer stehen in Grünstadt und der Verbandsgemeinde Leiningerland?
Wichtig ist, dass zwischen öffentlichem und privatem Grund unterschieden wird: Wer einen Container auf öffentlichem Grund aufstellen möchte, benötigt eine Genehmigung der Stadt oder Verbandsgemeinde. Auf privatem Grund genügt die Zustimmung des Eigentümers. Auf öffentlichem Grund in Grünstadt stehen laut Stadtverwaltung fünf Container – zwei in Sausenheim, zwei in Grünstadt und einer in Asselheim. Die Anzahl der Container auf privatem Grund beträgt elf. Laut Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) stehen im Gebiet der Verbandsgemeinde Leiningerland (VG) acht Container, verteilt auf mehrere Ortsgemeinden. Das Unternehmen Kolping Recycling, das unter anderem in Grünstadt mehrere Container aufgestellt hat, macht keine Auskünfte, wie viele Kolping-Container in der VG stehen. Allerdings hat die Pfarrei Grünstadt auf ihrer Internetseite Informationen darüber veröffentlicht, wo Kolping-Altkleidercontainer zu finden sind. Laut Pfarrei beträgt die Anzahl dieser Container in der VG zwei. Die VG-Pressestelle gibt an, dass es in den vergangenen Jahren keine Sondernutzungserlaubnis zum Aufstellen von Containern auf öffentlichen Flächen gab.
Wohin können Bürger im Leiningerland und in Grünstadt ihre Altkleider bringen, wenn kein Container in der Nähe steht?
Das Deutsche Rote Kreuz, das im VG-Gebiet sowie in Grünstadt Altkleidercontainer aufgestellt hat, informiert, dass Klamotten auch persönlich am DRK-Haus in der Siemensstraße in Grünstadt abgegeben werden können. Die Stadt Grünstadt teilt mit, dass Bürger ihre alten Klamotten im Grünstadter Sozialkaufhaus in der Daimlerstraße – das trotz eines Brandes 2024 weiterhin Altkleider annimmt – oder bei der Tafel in der Schillerstraße nach telefonischer Rücksprache abgeben können.
Können Bürger ihre Altkleider auch direkt bei der Stadtverwaltung oder der Verwaltung der VG Leiningerland abgeben?
Nein, die Stadtverwaltung Grünstadt nennt stattdessen Abgabestellen wie das Sozialkaufhaus. Die VG-Pressestelle verweist auf das Suchangebot des Deutschen Roten Kreuzes im Internet. Mit der Eingabe der Postleitzahl in der Maske auf der Seite lässt sich ermitteln, wo der nächste DRK-Altkleidercontainer steht.
Wie erfahren die Menschen, wo sich funktionierende Container oder Annahmestellen befinden?
Einerseits über das DRK-Suchangebot im Internet. Alternativ kann die Stadtverwaltung Grünstadt Auskunft darüber geben, wo und wie viele Altkleidercontainer im Stadtgebiet aufgestellt sind. Die Verbandsgemeinde Leiningerland gibt in dieser Hinsicht keine Hinweise, da sie nicht erfasst hat, wie viele Altkleidercontainer im VG-Gebiet stehen.
Wer ist für die Aufstellung und Leerung der Altkleidercontainer zuständig?
Für die Entleerung der Container ist in erster Linie das Unternehmen verantwortlich, das sie aufgestellt hat. Die Firma Kolping teilt mit, dass jeder ihrer Container mindestens einmal wöchentlich geleert wird. Dafür beauftragt Kolping ein externes Unternehmen. Auch das DRK leert seine Container im Wochentakt.
Warum werden manche Container entfernt?
Im Juli hat die Tochtergesellschaft des schweizerischen Unternehmens Texaid, die Texaid Collection GmbH, Insolvenz angemeldet. Die Gesellschaft hatte in der Verbandsgemeinde Leiningerland elf Texaid-Container betrieben, die nun in den Zuständigkeitsbereich der jeweiligen Ortsgemeinden übergegangen sind. Einige dieser Container sind von den Ortsbürgermeistern entfernt worden, da noch zu klären ist, was in Zukunft damit passieren soll. Da spielt auch die Erfahrung mit rein, dass manche um Container herum ihren Abfall ablegen. Um das zu verhindern, hat beispielsweise Nicole Eicher (FWG), Ortsbürgermeisterin von Obrigheim, ihre Texaid-Container auf den Bauhof bringen lassen.
Welche nachhaltigen Alternativen gibt es zur Containerabgabe?
Neben dem Sozialkaufhaus in der Grünstadter Daimlerstraße gibt es auch das SecondPlus-Secondhand-Geschäft in der Kirchheimer Straße. Eine Mitarbeiterin des Ladens teilt mit, dass Kunden jederzeit Klamotten in einem Trolley vor dem Gebäude abgeben können.
