Grünstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Katzenschutzverordnung: Was Kommunen in den Haltern vorschreiben können

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Einige Kommunen haben bereits mit einer Katzenschutzverordnung auf das Problem der immer weiter anwachsenden Katzenpopulationen reagiert. Darin werden vor allem Katzenhalter in die Pflicht genommen.

So müssen die Halter freilaufender und fortpflanzungsfähiger Katzen ihre Tiere ab einem Alter von fünf Monaten auf eigene Kosten durch Kastration unfruchtbar machen lassen sowie mittels Mikrochip kennzeichnen und in einem Haustierregister wie Findefix oder Tasso registrieren lassen. Verstöße können mit einem Bußgeld geahndet werden. Außerdem wird festgeschrieben, dass die Fundbehörden gegenüber nicht registrierten Katzen die Kastration, Kennzeichnung und Registrierung vornehmen lassen.

Angesichts des Elends unter den geschätzt zwei Millionen verwilderten Katzen in Deutschland – zudem mit immensen Schaden für Vogelwelt und Kleintiere – befürwortet etwa der Deutsche Tierschutzbund mit den ihm angeschlossenen Tierschutzvereinen eine möglichst flächendeckende Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Katzen. Auch der BUND macht sich dafür stark, weil die meisten der Tiere krank und verwurmt seien, sich zudem unkontrolliert vermehren.

Nach Paragraf 13b des Tierschutzgesetzes können Landesregierungen Schutzverordnungen zum Schutz freilebender Katzen selbst erlassen oder die Ermächtigung dazu an die Kommunen übertragen. Dafür hat sich die rheinland-pfälzische Landesregierung im Jahr 2015 entschieden. Seitdem haben in Rheinland-Pfalz allerdings nur etwa 30 Kommunen eine Katzenschutzverordnung eingeführt. In unserer Region gibt es in Eisenberg, Worms, Haßloch, Maxdorf, Ludwigshafen und Neustadt und Speyer Katzenschutzverordnungen.

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