Donnersbergkreis RHEINPFALZ Plus Artikel Kandidatinnen im Vorgarten-Duell: Landtagswahl in der VG Eisenberg

Bei der Stimmabgabe in ihrem Heimatort Kerzenheim: CDU-Direktkandidatin Andrea Schmitt.
Bei der Stimmabgabe in ihrem Heimatort Kerzenheim: CDU-Direktkandidatin Andrea Schmitt.

Im Donnersberg-Wahlkreis traten für die traditionell stärksten Parteien zwei Frauen an, die in Nachbarorten lebten. Wie sich das im Ergebnis abbildet.

Wie gut sie bei Wählern ankommen, hängt für Kandidaten auch von der geografischen Nähe ab: Im eigenen Wohnort und dessen unmittelbarer Umgebung schneiden sie gemeinhin besser ab als in weiter entfernten Gegenden ihres Wahlkreises. Im Donnersberg-Wahlkreis allerdings kamen sich die Bewerberinnen der beiden traditionell stärksten Parteien auch in dieser Hinsicht ganz unmittelbar in die Quere: Jaqueline Rauschkolb (SPD) lebt in der Stadt Eisenberg, Andrea Schmitt (CDU) im benachbarten Kerzenheim und mithin in derselben Verbandsgemeinde.

Ihren Heimvorteil hat die Christdemokratin daher nur in Kerzenheim ausspielen können: Dort holte sie 35,8 Prozent der Erststimmen, während ihre Partei sich bei den Zweitstimmen – gegen den Trend – mit 25,0 Prozent begnügen musste und hinter den Genossen (30,0 Prozent) landete. In der Stadt Eisenberg liegt die SPD mit 29,7 Prozent noch deutlicher vorne, die CDU mit 21,0 Prozent muss sich mit dem dritten Rang hinter der AfD (26,8 Prozent) begnügen. Bei den Erstimmen allerdings ist Rauschkolb (30,2 Prozent) im eigenen Wohnort weniger erfolgreich als Schmitt in ihrem.

An dieser Stelle finden Sie Statistiken von 23degrees.

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Im Vergleich zur vorangegangenen Landtagswahl fällt zudem auf: Beide Frauen haben in ihren jeweiligen Heimatorten diesmal schwächere Werte geholt. Vor fünf Jahren bekam Rauschkolb in der Stadt Eisenberg noch 35,8 Prozent der Erststimmen, Schmitt – die damals zum ersten Mal kandidierte und sich unter Corona-Bedingungen bekannt machen musste – holte in Kerzenheim 39,8 Prozent. Im Gesamt-Wahlkreisergebnis ist die CDU-Frau ihrer Konkurrentin aber doch minimal näher gekommen: Sie hat sich von 25,7 auf 25,9 Prozent verbessert.

Der Erststimmenanteil Rauschkolbs ist derweil auch auf Wahlkreis-Ebene deutlicher geschrumpft: von 32,1 auf 27,8 Prozent. Profitiert hat davon vor allem die AfD. In der VG Eisenberg holt sie nun 24,2 Prozent der Erst- und 25,8 Prozent der Zweitstimmen. Bei den Zweitstimmen hat sie damit um 14,9 Prozentpunkte zugelegt, bei den Erstimmen um 14,3 Prozentpunkte.

So hat die VG Kirchheimbolanden gewählt.

So hat die VG Nola gewählt.

So hat die VG Winnweiler gewählt.

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