Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Jugendbeirats-Wahl: Gremium muss Zielgruppe besser erreichen

Viele Sitze blieben bei der Wahl des neuen Jugendbeirats leer, da kaum Interessierte kamen.
Viele Sitze blieben bei der Wahl des neuen Jugendbeirats leer, da kaum Interessierte kamen.

Dass so wenig Berechtigte den neuen Jugendbeirat gewählt haben, ist ein Weckruf. Das Gremium muss bekannter werden, damit es als Interessenvertretung erhalten bleibt.

Gut vorbereitet war die Veranstaltung im Weinstraßen-Center: Der Raum bot viel Platz, es gab ausreichend Stühle – als hätte die Stadtverwaltung tatsächlich mit reichlich Zulauf zur Wahl des Jugendbeirats gerechnet. Doch der Schein trog. Nur knapp die Hälfte an Interessierten im Vergleich zum vergangenen Jahr ließ sich blicken. Das ist bitter für das Gremium, das die Interessen der Kinder und Jugendlichen in Grünstadt vertreten soll. Es zeigt, dass es dem Beirat noch nicht gelungen ist, eine größere Verbindung zu seiner Zielgruppe aufzubauen. Was es braucht, ist mehr Bekanntheit. Dass so wenige Jugendliche zur Wahl kamen, liegt auch daran, dass viele nichts von dem Beirat wissen. Wie auch? Was ein Stadtrat oder ein städtischer Ausschuss tut, wird Menschen unter 18 Jahren nur begrenzt interessieren – zumindest nicht ausreichend, um extra hinzugehen. Der Beirat muss also über die Politik hinaus noch stärker Anknüpfungspunkte zu seiner Zielgruppe schaffen. Der aktuelle Vorsitzende hat dazu Vorschläge gemacht: mit einem Infostand aktiv werden oder Kooperationen mit Vereinen eingehen. Das ist gut und richtig. Gleichermaßen braucht es wieder mehr Werbung im Internet über soziale Plattformen. Das ist Arbeit, ja – aber sie muss geleistet werden, damit zur nächsten Wahl des Beirats nicht noch weniger Personen kommen.

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