Eisenberg RHEINPFALZ Plus Artikel „Jahr des Bergmanns“: Eisenberger Verein mit prominentem Schirmherrn

Beim Bergmannsverein: Albert Boßmann (rechts) ehrte unter anderen Frank Heiser-Buchner, Adolf Kauth und Harald Gottschall für la
Beim Bergmannsverein: Albert Boßmann (rechts) ehrte unter anderen Frank Heiser-Buchner, Adolf Kauth und Harald Gottschall für langjährige Mitgliedschaft.

Die Anzahl der Mitglieder des Bergmannsvereins Glück Auf wächst. Die kommenden Monate werden für sie ganz besondere: Sie begehen das „Jahr des Bergmannes“.

Auch wenn der Bergbau im Eisenberger Becken wirtschaftlich und personell längst keine Rolle mehr spielt, bleibt die Erinnerung daran lebendig. Das zeigt sich auch an der Entwicklung des Bergmannsvereins Glück Auf in Eisenberg: Er hat die Anzahl seiner Mitglieder im vergangenen Jahr auf 107 gesteigert. Nun stand bei der Jahreshauptversammlung neben Ehrungen und Neuwahlen vor allem die Planung für das „Jahr des Bergmannes“ auf dem Programm.

Zunächst aber blickte der Vorsitzende Albert Boßmann in seinem Rechenschaftsbericht auf ein ereignisreiches Vereinsjahr zurück. Besonders hob er die Barbarafeier im Dezember hervor, die erneut zu den Höhepunkten im Vereinskalender zählte.

Bei den turnusmäßigen Neuwahlen bestätigten die Mitglieder Albert Boßmann im Amt des Vorsitzenden. Veränderungen gab es jedoch in anderen Funktionen. Der langjährige stellvertretende Vorsitzende Hans Trudrung, der über viele Jahre hinweg im Vorstand mitarbeitete, wechselte in das Amt eines Beisitzers. Zu seinem Nachfolger als stellvertretender Vorsitzender wurde Rudolf Kirch gewählt. Die Kasse führt weiterhin Jürgen Ullmer, während Bodo Peisch das Amt des Schriftführers übernimmt. Als weitere Beisitzer gehören künftig Sybille Schröder-Mielke, Oskar Kirch und Gernot Walter dem Vorstand an.

Ministerpräsident als Schirmherr

Die kommenden Monate stehen ganz im Zeichen des „Jahres des Bergmanns“. Die Schirmherrschaft für das besondere Veranstaltungsjahr hat Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) übernommen. Höhepunkt wird der Festakt zum 60-jährigen Bestehen des Bergmannsvereins am 16. Juni sein. Die Feierlichkeiten finden in der protestantischen Kirche sowie im Thomas-Morus-Haus in Eisenberg statt.

Bereits im ersten Halbjahr sind rund zehn Veranstaltungen geplant, teilweise mit Unterstützung der Gästeführer der Verbandsgemeinde Eisenberg. Den Auftakt bildet am Mittwoch, 25. März, um 19 Uhr im Kolpingheim Hettenleidelheim (Hauptstraße 18) ein Vortrag: Der Buchautor Joachim Heinz gibt Einblicke in „die Bedeutung des Bergbaus in unserer Region“.

Von April bis Juni folgen mehrere thematische Führungen. Auf dem Programm stehen unter anderem Rundgänge „Auf den Spuren der Industrie“, „Römischer Vicus Eisenberg“, „Von der harten Arbeit der Erdgräber“, „Versunkene Gärten und Grubenwasser“ sowie „Ein Bergmann führt durch seine Stadt Eisenberg“. Auch die Geschichte der Weißfabrik – einst ein bedeutender Industriebetrieb der Region – wird dabei näher beleuchtet. Im Juni führt eine weitere Veranstaltung in das Heimatmuseum Hettenleidelheim, und es wird um die medizinische Versorgung im Bergbau gehen.

Betriebsführungen geplant

Für das zweite Halbjahr plant der Verein zusätzlich Betriebsführungen in noch aktiven Industrieunternehmen der Region, deren Produktion mit Ton, Lehm, Schamotte oder flüssigem Eisen verbunden ist. Mit dem umfangreichen Programm möchte der Bergmannsverein nicht nur an die traditionsreiche Bergbaugeschichte erinnern, sondern sie auch für kommende Generationen lebendig halten.

Mitgliederehrungen

50 Jahre: Willy Kesselring, 25 Jahre: Lioba und Adolf Kauth, 10 Jahre: Dieter Dech, Gernot Eisenbarth, Harald Gottschall, Georg Grünewald, Bernhard Heise, Frank Heiser-Buchner, Lilly Lück-Gottschall sowie Elida Würtz.

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