Grünstadt Im Patenwingert wird morgen gefeiert

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Morgen, Sonntag, feiert der Patricia-Wingert den fünften „Geburtstag“. Der Kultur- und Verkehrsverein hat den Patenweinberg mit 418 Rebstöcken zu Ehren der Pfälzischen Weinkönigin Patricia Frank im Jahr 2009 angelegt. Zum Jubiläum haben wir mit der Namensgeberin telefoniert. Die 28-Jährige lebt derzeit in Bremen und arbeitet in einem Weinhandel.

Frau Frank, werden Sie beim fünften Geburtstag am Sonntag dabei sein?

Da ich derzeit in Bremen wohne, komme ich nicht so oft in die Pfalz, wie ich das gerne hätte. Also werde ich in wenigen Wochen nur nachträglich gratulieren können. Was fällt Ihnen spontan zum „Geburtsjahr“ ein? Für mich war das ein verrücktes Jahr, in dem ich als Weinkönigin nicht zur Ruhe kam. Manchmal fallen mir heute noch Anekdoten ein, die ich damals kaum aufnehmen konnte. Wie der wunderschöne Tag, an dem wir die Reben gepflanzt haben. Bei perfektem Wetter fiel der Startschuss, aus den kleinen Rebchen ist mittlerweile ein Wingert geworden. Den dritten Jahrgang konnten wir letzten Herbst ernten. Er liegt noch im Weinkeller und darf reifen, bis er im November an die Paten geschickt wird.Für rund 200 Rebstöcke können noch Patenschaften vergeben werden. Was spricht dafür, es zu tun? Als Rebenpate wird man zu vielen Veranstaltungen in Bockenheim persönlich eingeladen. Das hat den Vorteil, dass die Paten in der Ferne nicht vergessen werden, und jeder rechtzeitig planen kann, um mit dabei zu sein. Die Paten kennen sich mittlerweile, es wird gemeinsam gefeiert. Das Weinpaket im November ist sicher auch ein Argument. Der Pate erhält jedes Jahr eine Flasche vom neuen Patenwein und eine Wunsch-Sorte dazu.Der Rotwein, eine Kreuzung aus Cabernet Sauvignon und einer pilzresistenten Sorte, trägt immer noch die Ziffern und ein Namenkürzel des Züchters der Rebsorte (VB-91-26-29). Wann können wir mit einer richtigen Benennung rechnen? Es liegt leider nicht in unserer Hand, wie lange wir noch mit der etwas sperrigen Bezeichnung auskommen müssen. Vielleicht machen wir mal einen Wettbewerb daraus – wer den derzeitigen Namen fehlerfrei aufsagen kann, gewinnt etwas. Wein und Reben brauchen immer viel Zeit. Zum Wachsen, zum Reifen. So braucht es auch Zeit, herauszufinden, ob eine Sorte allen Anforderungen gerecht wird, um sie kommerziell anzubauen.Haben Sie schon eine Idee, wie er heißen könnte? Wie so oft bei einer Namenauswahl gibt es viele Ideen, Diskussionen, Geschmäcker, Meinungen. Ein schönes Thema, um kreativ zu werden. Vorlieben gibt es einige. Am Ende werden wir uns aber doch überraschen lassen müssen.

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