Kaiserslautern
HSG macht zu viele Fehler
Auch in der Fremde bewies die HSG Eckbachtal unter der Leitung von Trainer Thorsten Koch durchaus Qualitäten in der Liga mitzuhalten, doch eine aus Sicht des Trainers „katastrophale zweite Halbzeit“ verhinderte auch diesmal einen Erfolg. Durch die 28:32 (12:13)-Auswärtsniederlage bei der Drittligareserve des TuS Kaiserslautern-Dansenberg II scheint der Abstieg der HSG Eckbachtal aus der überregionalen Oberliga kaum mehr abwendbar. Der Start schien völlig an den Gekkos vorbeizugehen, nach sechs gespielten Minuten lagen die Eckbachtaler, die sich Hoffnung machten, in der Westpfalz die Wende einzuläuten, bereits mit 0:6 in Rückstand. Die Partie schien früh entschieden, doch Jochen Schloss läutete mit seinem Treffer zum 1:6 aus Sicht der Gäste die Aufholjagd ein. Zuvor nahm Koch eine frühe Auszeit, „Ich war nicht mit dem Spiel unzufrieden. Meine Jungs machten es gut, spielten sich gute Chancen heraus, einzig es wollte der Ball nicht ins Tor. Dies sprach ich in der Auszeit an, sie mussten konsequenter beim Abschluss werden.“
So gelang es der HSG dann auch, sich bis zur Pause auf einen engen Ein-Tore-Rückstand zum 12:13 heranzukämpfen. Maximilian Schreiber und Adrian Rampp, deren Einsatz unter der Woche fraglich war, trugen wesentlich hierzu bei. Auch Jochen Schloss bewies sich immer sicherer im Abschluss, so erzielte Schloss bis zu seinem Ausscheiden sechs Treffer. Vier von der Siebenmeterlinie und zwei aus dem Feld. So zeigte sich der nach dem Spiel sprachlose und enttäuschte Trainer vor allem mit der ersten Spielhälfte zufrieden. Auch der Beginn nach dem Wiederanpfiff schien vielversprechend. So gelang den Rampp-Zwillingen gleich zweimal der Ausgleichstreffer, Gabriel traf zum 13:13 und sein Zwillingsbruder Adrian zum 17:17. Doch Koch bemängelte, dass es seiner Mannschaft nicht gelingen wollte, einmal die Führung zu übernehmen. Bis zum 19:20 aus Sicht der HSG verlief die Partie ausgeglichen, doch ab da musste Koch mitansehen, dass seine Mannschaft nun Fehler um Fehler machte und es zu oft mit der Brechstange versuchte. „Am Ende müssen wir den Tabellenstand ganz nüchtern betrachten und auch so akzeptieren. Wir stehen auch aufgrund unserer hohen Fehlquote aktuell da in der Tabelle, wo wir nun mal stehen“, sagte der Coach.
Dies ist der vorletzte Rang, doch Koch wollte noch nicht aufgeben: „Wir werfen die Flinte jetzt nicht ins Korn. Solange wir rein rechnerisch noch nicht abgestiegen sind, geben wir uns nicht auf. Doch wir wissen auch, dass die Spiele uns davonlaufen. Wir müssen beginnen zu punkten.“ Auch wenn der Trainer sich enttäuscht zeigte, so möchte er nun vor allem an der Trefferausbeute arbeiten, diese lag gegen die nun wohl gesicherten Dansenberger bei unter 50 %. Zu wenig, um in der Oberliga mithalten zu können. Doch es gilt auch zu bedenken, dass nicht wenige Spieler weit über ihre Belastungsgrenzen gingen. So ist es kein Wunder, dass Spieler, die zuletzt krankheits- oder verletzungsbedingt ausfielen, noch nicht über ihre vollen Kräfte verfügen. Dass seine Mannschaft es nicht schaffte, den, gern von den Hausherren eingesetzten zweiten Kreisläufer in den Griff bekam, darüber konnte Koch noch hinwegsehen, „Machen wir vorne unsere Dinger rein, darf der Kreisläufer ruhig treffen, doch es war leider so, dass wir nicht trafen. Der Kreisläufer allerdings schon.“ So scheint der Druck auf die Mannschaft immer höher zu werden, denn es muss begonnen werden zu punkten. Die fehlenden, wenn auch nicht fest eingeplanten Zähler aus der Westpfalz, hätten den Gekkos durchaus Auftrieb geben können. Bereits nächste Woche erhalten die Eckbachtaler die nächste Gelegenheit, doch auch bei der MSG HF Illtal hängen die Trauben hoch. Allerdings gelang vor heimischer Kulisse ein 35:33-Erfolg. Diesen gilt es zu wiederholen.