Eisenberg
Hier wird Sterben doppelt so teuer: Stadtrat erhöht Friedhofsgebühren
Der Eisenberger Stadtrat hat in seiner Satzung die Gebühren für die Friedhöfe Eisenberg und Stauf angepasst. Das wurde mehrheitlich beschlossen. Demnach wurden die Preise für einzelne Positionen mehr als verdoppelt.
Die Grabherstellung und Sargbestattung für eine Person, die älter ist als fünf Jahre, soll statt bisher 760 Euro künftig rund 1500 Euro kosten. Für eine Urnenbestattung werden statt bisher 210 Euro jetzt 300 Euro in Rechnung gestellt.
Der Grund für die Preisänderungen liegt laut Stadtbürgermeister Peter Funk (FWG) darin, dass die bisher für den Grabaushub zuständige Firma den Vertrag gekündigt hat. Damit weiter ordnungsgemäß bestattet werden kann, mussten die Leistungen ausgeschrieben werden. Ein Unternehmen aus Mainz erhielt den Zuschlag. Nur müssten Mehrkosten jetzt durch die Gebührenanpassung ausgeglichen werden.
Bedenken im Rat
Laut Sissi Lattauer (SPD), die für Friedhöfe zuständige Erste Beigeordnete, sind die neuen Gebühren mit denen in den Nachbargemeinden vergleichbar. Bedenken äußerte im Rat Reiner Unkelbach (CDU). Er stimme der Preissteigerung „ungern zu“. Es sei „schon hart“, so das Ratsmitglied, dass sich die Gebühren teilweise verdoppelten. Sein Fazit: „Wir sind eigentlich die Totengräber des Friedhofs.“ Zudem befürchtet Unkelbach, dass sich immer mehr Bürger die Kosten einer Beerdigung auf dem Friedhof nicht mehr leisten könnten und andere kostengünstigere Möglichkeiten suchten.
Zustimmung fand Unkelbach damit beim Stadtbürgermeister. Die aktuelle Kostensteigerung sei in diesem Ausmaß nicht vorstellbar gewesen, sagte Funck.
