Grünstadt Gute Noten fast überall Voraussetzung

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Die Parkplatznot am Schulzentrum und am Hallenbad kündigte bereits Großes an: Mehr als 700 Personen warteten im überfüllten Forum der Neumayerschule auf die Eröffnung der ersten gemeinsamen Berufsinformationsmesse der Realschule plus und des Nordpfalzgymnasiums. Dass die Großveranstaltung, bei der umfangreiche Informationen zu Beruf, weiterführenden Schulen und Studium gegeben wurden, ein voller Erfolg war, belegen Rückmeldungen aller Beteiligten.

Dicht gedrängt standen Schüler und Eltern im Forum, die Bühne reichte nicht für die Vorstellung aller Workshop-Anbieter aus. Kreisbeigeordneter Jamill Sabbagh war überwältigt vom Interesse an der Veranstaltung. Welche Kompetenzen muss ich haben? Sind Teamfähigkeit oder Medienkompetenz erforderlich? Auf welche Schulfächer kommt es hauptsächlich an? Wird auf die Mitarbeits- und Verhaltensnoten Wert gelegt? Wie sieht es mit Urlaubstagen und der Vergütung aus? Wird Weiterbildung angeboten, und wie sind die Aufstiegschancen? – Mit diesen Fragen wurden die Referenten in den Workshops von den Schülern bombardiert, die Antworten wurden sorgfältig in ihre Fragebögen eingetragen. Die Meisterschule für Handwerker in Kaiserslautern stellte Michael Kullmann vor. In dieser Einrichtung werden nicht nur Meister und Techniker ausgebildet, sondern sie bietet darüber hinaus eine Erstausbildung in neun Berufen an, wobei für jede Gruppe, ob Steinmetz, Mechaniker, Elektroniker, Maler, Lackierer oder Mechatroniker, eine eigene Werkstatt vorhanden ist. Man bekomme zwar keine Vergütung, so Kullmann, doch die Ausbildung sei sehr umfangreich, dazu Theorie und Praxis unter einem Dach, und schon vor der Abschlussprüfung bekämen viele Absolventen Arbeitsverträge. Jasmin Sauter von der Dienststelle Kirchheimbolanden und Anja Marx aus Eisenberg informierten über die vielfältigen Möglichkeiten in der Polizeilaufbahn. Marx pries einen sehr interessanten Beruf an, der aber auch Schichtdienst erforderlich macht und gute Deutschkenntnisse voraussetzt. Schon an der Aufnahmeprüfung, die einen Sport- und einen Intelligenztest sowie ein Deutschdiktat und eine medizinische Untersuchung umfasst, scheiterten viele Bewerber. „Die Rechtschreibung und sportliche Fitness ist bei etlichen der Knackpunkt“, so Marx. Das alles schreckte Veit Brüsewitz aus dem Zellertal, Neuntklässler am NPG, nicht ab. Er zeigte großes Interesse und informierte sich anschließend auch im Workshop der Bundeswehr. Vater Tim unterstützt die Absichten seines Sohnes, einen Beruf in Uniform zu ergreifen, fand nur die Zeit zu kurz, um sich detailliert informieren zu können. Mit großem Interesse verfolgten Angela Dorbert aus Stetten und ihr Sohn René die Ausführungen von Catrin Eibel und Marian Hesse von Aldi Süd. Aldi bietet vom Verkäufer über den Einzelhandelskaufmann bis zum geprüften Handelsfachwirt, dem dualen Studium und Master of Arts vielfältige Ausbildungen an. Notwendig seien gute Noten in Mathematik und im Sport, da von körperlicher Belastung im Laden auszugehen sei. Unbedingte Voraussetzungen seien ein guter Schulabschluss, gute Allgemeinbildung, Flexibilität und Teamgeist, dazu Respekt beim Umgang mit Kunden. René wird nächstes Jahr die Schule mit der Berufsreife verlassen und kann sich eine Ausbildung bei Aldi vorstellen. „Ich bin von den Ausführungen sehr angetan und möchte ein Schnupperpraktikum absolvieren.“ Hausherr Jörg Oeynhausen war mit der Resonanz sehr zufrieden. Man habe es geschafft, den Schülern erste Einblicke zu gewähren, die Vorbereitungen hätten sich gelohnt.

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