Grünstadt
Grünstadt: Christoph Zaremba kümmert sich als Beigeordneter um städtische Wohnungen
Christoph Zaremba ist eigentlich noch ein neues Gesicht am Ratstisch der Stadt Grünstadt. Von November 2018 bis zur Kommunalwahl im Mai 2019 gehörte der FDP-Mann dem Gremium als Nachrücker an. Er übernahm den Sitz von Anna Breuer, die sich aus dem Stadtrat zurückgezogen hatte. Nach der Kommunalwahl 2019 wurde er zum Beigeordneten gewählt.
Politik ist dennoch kein Neuland für Zaremba, der seit über 30 Jahren in Asselheim lebt und in der Vergangenheit vier Jahre dem Ortsbeirat angehörte. Mit der Kommunalwahl schaffte der 65-Jährige wissenschaftliche Mitarbeiter bei einem Frankfurter Pharmaunternehmen im Mai den Einzug ins Stadtparlament. Der Stadtrat wählte ihn in der konstituierenden Sitzung zum Beigeordneten, da die FDP mit FWG und CDU eine Koalition eingegangen war. Der Beigeordnete Zaremba und sein ebenfalls neu gewählter Kollege Eugen Eibel (FWG) sowie der Erste Beigeordnete Hans Tisch (CDU) unterstützen den hauptamtlichen Bürgermeister Klaus Wagner (CDU).
Mehr Ehrenamt im Ruhestand
Seit 1989 gehört Zaremba auch der FDP an. Einen Doppeljob an der örtlichen Spitze der Liberalen hat er bislang vermieden. „Jetzt mit dem bevorstehenden Ruhestand will ich mich stärker engagieren und ins Stadtgeschehen einbringen“, sagt Zaremba, dem die Geschäftsbereiche Wohnungswesen mit Weinstraßencenter, Volkshochschule, Liegenschaften ohne Landwirtschaft und ohne Kindergärten und Schulen zugeordnet wurden. „Mein Hauptaufgabenbereich ist das Wohnungswesen, das ist auch mein Steckenpferd.“ Für ihn ein wichtiges Thema ist die Schaffung bezahlbaren Wohnraums in der Stadt. Deswegen werden von der Stadt gerade eine Wohnraumbedarfsanalyse erstellt. Es gebe ein Unternehmen aus Kaiserslautern, das die Rahmenbedingungen für preisgedämpften Wohnraum in Grünstadt ermittelt, sagt Zaremba. Der städtische Auftrag hierfür sei bereits erteilt, aktuell werde auf das Ergebnis gewartet. „Wenn uns dies vorliegt, wollen wir im Stadtrat die Entscheidung fällen, wo und mit welcher Bauweise solcher Wohnraum geschaffen werden kann“, sagt Zaremba.
Sanierung der städtischen Wohnungen wichtig
Wichtig ist für ihn der Fortschritt bei der Sanierung der städtischen Wohnungen im Bereich der Uhlandstraße. „Knapp 40 Wohnungen wurden in den letzten Jahren bereits saniert, über 200 hat die Stadt“, sagt der Beigeordnete, der erwartet, gerade in diesem Aufgabengebiet in nächsten Jahren viele Aufgaben bewältigen zu können. Mindestens zehn, in manchen Wochen bis zu 15 Stunden pro Woche muss Zaremba investieren, um Besprechungen mit den Kollegen der Stadtspitze und Mitarbeitern des Wohnungsamts oder der Finanzabteilung zu bewältigen. Ein erstes Resümee? „Was ich in den ersten Monaten lernen musste ist, dass jeder seine Anliegen gern schnell umgesetzt hätte, aber die Wege im Verwaltungsalltag oft recht komplex sind. Hier ist der Spagat zwischen den Wünschen und den Möglichkeiten enorm.“ Ein weiterer Geschäftsbereich ist für ihn die Volkshochschule, die bislang über 50 Prozent des Angebots mit Sprachkursen abdeckt. Hier gelte es, neue Themen zu entwickeln: Kurse, die helfen, mobiler zu werden, beispielsweise mit E-Bike oder E-Scooter, sollen ins Angebot aufgenommen werden. Bei der Arbeit für die Volkshochschule seien die beiden Vernissagen mit regionalen Künstlern für ihn jedes Mal besondere Höhepunkte im Jahresverlauf.
Besuch bei Jubilaren macht Spaß
Spaß hat Zaremba auch daran, durch die Alters- und Ehejubiläen in der Stadt immer wieder neue Leute kennenzulernen. „Es geht ja nicht nur um die eigentliche Gratulation, die Gespräche sind oft das wichtigste. Man erfährt viel über das Leben und Wirken der Leute, kommt mit Angehörigen und deren Freunde in Kontakt.“ Bei all der Arbeit kommt auch Zaremba an den Punkt, wo ihn zumindest etwas stört: „Wenn wir uns verzetteln, bis ins kleinste Detail versuchen, Dinge zu regeln, die oft Selbstverständlichkeiten sind. Oft wird zu vieles zerredet, ohne, dass wir auf den Punkt kommen“, sagt der Beigeordnete.