Stadt Land Unfug RHEINPFALZ Plus Artikel Engelszahlen: Zufall oder himmlische Warnung?

Kann unheimlich sein: Blick auf die Eisenberger Kirchturmuhr.
Kann unheimlich sein: Blick auf die Eisenberger Kirchturmuhr.

Selbst beim Blick auf die Eisenberger Kirchturmuhr wird unsere Autorin von unheimlichen Zahlenkombinationen verfolgt. Was will ihr das Universum damit sagen?

16.16 Uhr, 11.11 Uhr und 5.05 Uhr – schon seit geraumer Zeit fällt mir beim Blick auf diverse Uhren auf, dass ich in genau den Momenten aufs Ziffernblatt oder die digitale Anzeige blicke, in denen ungewöhnliche Zahlenkombinationen erscheinen. Egal, ob es der nächtliche Blick aufs Handy ist, um zu schauen, wie lange ich noch schlafen kann oder der Blick auf die Eisenberger Kirchturmuhr, um zu prüfen, wie viel Zeit mir noch bis zum Termin bleibt: Seltsame Zahlenreihen scheinen mich zu verfolgen.

Im Klatschheft geblättert

Ich dachte mir nicht viel dabei, bis ich kürzlich beim Friseur saß und in einem Klatschheft blätterte. Während meine Friseurin an meinen Haarspitzen herumsäbelte, klärte mich die Esoterikfachfrau der besagten Illustrierten darüber auf, dass es sich bei solch ungewöhnlichen Zahlenkombinationen keinesfalls um Zufälle handele. Vielmehr seien die sogenannten Engelszahlen himmlische Botschaften von äußerster Dringlichkeit, warnte die Expertin. Warum nicht, dachte ich, Engel können vermutlich weder anrufen noch WhatsApps schreiben.

Meine Neugier war geweckt. Ich suchte den Artikel nach der Kombination ab, die mich am häufigsten heimsucht: 11.11 Uhr. Was ich las, ließ mir die frischgeschnittenen Haare zu Berge stehen: „Du wirst beobachtet! Das kann positiv sein, vielleicht ist es aber auch etwas Unheimliches.“

Die Engel hatten recht

Ich suchte weiter – nach 16.16 Uhr – und musste folgendes lesen: „Deine Schutzengel wollen dich warnen. Falsche Menschen kommen in dein Leben“. Ich gab nicht auf und suchte mir 5.05 Uhr heraus: „Bewahre in manchen Situationen Ruhe, denn anscheinend gehst du einigen Menschen in deinem beruflichen Umfeld ziemlich auf die Nerven.“

Dies nahm ich zum Anlass, das Heft zuzuklappen und meinen Chef anzurufen. Ich teilte ihm mit, dass meine himmlischen Botschafter es nicht guthießen, dass ich weiterhin regelmäßig zur Arbeit erscheine. Er reagierte genervt. Die Engel hatten also recht gehabt.

Um all das zu toppen, ist mir kürzlich auch noch die Wohnzimmeruhr stehen geblieben. Bei mir ist es jetzt dauerhaft fünf vor zwölf. Zufall oder Omen? Wie das jetzt zu interpretieren ist, überlasse ich Ihnen.

Silke Bauer
Silke Bauer
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