Grünstadt Ein Tiefschlag und ein Platzverweis

Der Eisenberger Jesko Blasius (blaues Trikot) versucht den Schuss von Janik Ehleiter zu blocken.
Der Eisenberger Jesko Blasius (blaues Trikot) versucht den Schuss von Janik Ehleiter zu blocken.

Der SC Bobenheim-Roxheim hat Platz eins in der Fußball-A-Klasse Rhein-Pfalz souverän behauptet. Der SC gewann gestern das Spitzenspiel gegen die TSG Eisenberg nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte 4:0 (0:0). Die Gäste rutschten durch die Niederlage auf Platz drei ab.

«BOBENHEIM-ROXHEIM.»„Wir haben in der Pause umgestellt, weil wir nicht genug Zugriff im Zentrum hatten. Zudem haben wir den Ball auf dem Boden gelassen und angefangen Fußball zu spielen“, bilanzierte SC-Spielertrainer Benjamin Montino. „Die Jungs haben all das, was wir in der Halbzeit angesprochen haben, super umgesetzt.“ In den ersten 45 Minuten tat sich der Sportclub aber genauso wie die TSG Eisenberg schwer. Nennenswerte Torchancen waren Mangelware, weil in der Offensive oft zu kompliziert gespielt wurde. Ein Tor fiel aber trotzdem: Gäste-Spieler Lampros Kafkas hämmerte den Ball unter die Latte (42.). Anerkennung fand der Treffer aber keine. Kafkas soll nach Meinung des Unparteiischen Markus Hildebrand aus Mannheim im Abseits gestanden haben. „Wenn wir da in Führung gehen, nimmt das Spiel eine ganz andere Wendung. Doch so schlafen wir beim ersten Treffer von Bobenheim-Roxheim und laufen dann einem Rückstand hinterher“, ärgerte sich TSG-Trainer Eric Englert. Das angesprochene 1:0 fiel nach einer Standardsituation. Bei der flachen Hereingabe von Lukas Seif schaltete der agile Maximilian Haltenberger am schnellsten und vollstreckte zur Führung (62.). Sehenswert war dann der zweite Treffer des Sportclubs: Nach einem Ballgewinn schalteten die Gastgeber blitzschnell über Seif um und vollendeten letztlich über Kevin Bernhardt (62.). Ein Tiefschlag für die TSG, die in der zweiten Hälfte in der Offensive ohnehin nicht mehr stattfand. Nach 75 Minuten agierte die TSG nur noch mit zehn Mann. Innenverteidiger Arda Özkan sah nach einer Rudelbildung die Gelb-Rote Karte. „Bobenheim-Roxheim verfügt in der Offensive über große individuelle Klasse und hat das dann auch ausgespielt“, sagte Englert anerkennend. Nach einem Foul an Montino im Strafraum verwandelte Haltenberger den fälligen Elfmeter zum 3:0 (82.), ehe der eingewechselte Altun Gökbey für den Endstand (90.+3) sorgte. Englert nahm die Pleite gelassen und zitierte Dragoslav Stepanovic: „Lebbe geht weider.“ So spielten sie SC Bobenheim-Roxheim: Stockmann - Wögerbauer, Amann, Schreiner, Ofenloch - Blasius, Seif (87. Altun) - Becker, Haltenberger - Montino (85. Köberlein), Bernhardt (77. Rotter) TSG Eisenberg: Deubert - Ehleiter, Özkan, Samesch, Morweiser - Eisel - Kafkas, Westenweller, Schäfer - Deubert, Tschirschke Tore: 1:0 Haltenberger (55.), 2:0 Bernhardt (62.), 3:0 Haltenberger (82., Foulelfmeter), 4:0 Altun (90.+3) - Gelbe Karten: Blasius, Montino - Westenweller, Morweiser - Gelb-Rot: Özkan (75.) - Beste Spieler: Haltenberger, Seif, Becker - Kafkas, Schäfer - Zuschauer: 200 - Schiedsrichter: Hildebrand (Mannheim).

x