Grünstadt RHEINPFALZ Plus Artikel Behörden decken auf: Illegale Machenschaften in Grünstadter Läden

Diesmal war der Zoll gleich mit dabei: Kontrolleure haben unter anderem das Vapes-Angebot in Grünstadter Läden inspiziert – und
Diesmal war der Zoll gleich mit dabei: Kontrolleure haben unter anderem das Vapes-Angebot in Grünstadter Läden inspiziert – und Entdeckungen gemacht.

Zum zweiten Mal binnen einiger Wochen haben Kontrolleure Grünstadter Geschäfte inspiziert. Welche kriminellen Aktivitäten sie diesmal auffliegen ließen.

Nach einer Jugendschutz-Kontrolle vor einigen Wochen haben sich Überwacher verschiedener Behörden jetzt erneut Grünstadter Geschäfte vorgenommen. Bei der vorangegangenen Inspektion hatte das Ordnungsamt zwei minderjährige Auszubildende der Stadtverwaltung als Testkäufer vorgeschickt. Sie sollten nach Produkten fragen, die nur an Erwachsene veräußert werden dürfen. Zehnmal versuchten die Teenager, in Kiosken, Tankstellen und Supermärkten Nikotin-Verdampfer, klassische Zigaretten oder Spirituosen zu ergattern – mit eindrücklichem Ergebnis.

Mit Polizei angerückt

In gleich sieben Grünstadter Läden bekamen sie, was ihnen nicht hätte verkauft werden dürfen. Außerdem deckten die Undercover-Ermittler im Teenageralter bei dieser ersten Kontroll-Offensive nebenbei weitere Gesetzesverstöße auf: Ihnen wurden laut Stadtverwaltung Vapes verkauft, denen die Steuerbanderole fehlte und die viel mehr Nikotin enthielten als erlaubt. Für die Ermittlungen dazu ist allerdings der Zoll zuständig, an den das Ordnungsamt die Erkenntnisse daher weiterreichte. Und diesmal sind beide Behörden gleich gemeinsam sowie mit der Polizei angerückt.

Schließlich ist sie für Straftaten aller Art zuständig. Das Ordnungsamt wiederum kümmert nicht nur um den Jugendschutz, sondern auch um Tricksereien bei der Preisauszeichnung, um die Einhaltung der Öffnungszeiten und um Lärmbeschwerden. Und der Zoll geht zum Beispiel gegen illegale Beschäftigung sowie gegen Steuerbetrug vor. Herausfinden wollten die Kontrolleure bei ihrem Gemeinschaftseinsatz nun vor allem, ob Geschäftsleute in der Innenstadt beim Verkauf von Tabakwaren und Nikotin-Verdampfern weiterhin krumme Dinger drehen.

Unversteuerter Kaffee

Denn nicht nur bei den Jugendschutz-Testkäufen waren Vapes ohne Steuerbanderole aufgefallen. Laut Stadtverwaltung gingen weitere Hinweise auf derartige Machenschaften ein. Auf Undercover-Testkäufer haben die Überwacher diesmal verzichtet, schließlich können sie je nach Zuständigkeit und Verdachtslage Verkaufs- und Lagerräume oder sogar Privatautos ohnehin durchsuchen. Ergebnis: In einem Markt entdeckten sie 60 unversteuerte Vapes und 860 unversteuerte Zigaretten, in einem weiteren fanden sie 70 Kilogramm unversteuerten Kaffee und 250 unversteuerte Zigaretten.

Die ertappten Ladenbetreiber werden nun Steuern nachzahlen müssen, außerdem drohen ihnen Bußgelder. Und sie laufen Gefahr, dass sie von den Behörden wegen notorischer Unzuverlässigkeit zur Geschäftsaufgabe gezwungen werden. So ein Verfahren wird laut Stadtverwaltung aber üblicherweise erst eingeleitet, nachdem die jeweiligen Auslöser-Fälle abgearbeitet sind. Bei den beiden Geschäften allerdings geht es nicht nur um die neuesten Funde. Sie waren auch schon bei der Jugendschutz-Kontrolle vor einigen Wochen erwischt worden.

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