Grünstadt Bürgermeister sucht Gespräch

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Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Lambsheim-Heßheim kann sich vorstellen, dass der RV Bank Rhein-Haardt ein Zuschuss gewährt wird, damit zumindest der Bankautomat am Johanniterhaus in Kleinniedesheim erhalten bleibt. Mit dieser Idee haben er und der VG-Seniorenbeirat auf unseren Bericht über die geplante Schließung der SB-Geschäftsstelle reagiert.

In einer mit der Beiratsvorsitzenden Ilse Wegmann abgestimmten Erklärung kündigt Michael Reith (SPD) an, dass der von der RV Bank versprochene Kleinbus für Fahrten von den Ortsgemeinden zu den Bankfilialen in Beindersheim, Heßheim und Bobenheim-Roxheim zur Verfügung gestellt werde. Deshalb könne auf eine Beratungsstelle der Bank im Seniorenheim verzichtet werden. Das Beratungszimmer sei nicht genutzt worden, hatte die Genossenschaftsbank als einen Grund für den Rückzug aus Kleinniedesheim genannt (wir berichteten am Freitag). Was den Automaten betrifft, an dem Geld geholt und Überweisungen getätigt werden können, sei die Sache nicht so einfach, teilt Bürgermeister Reith mit. Denn der Fahrdienst könne nur zu festgelegten Zeiten stattfinden, außerhalb derer die Bewohner des Seniorenzentrums sowie ältere, nicht mehr mobile Bewohner des Dorfs keine Möglichkeit mehr hätten, sich mit Bargeld zu versorgen. „Wir haben zwar Verständnis, dass die RV Bank auf die Wirtschaftlichkeit einer derartigen Einrichtung achten muss, jedoch wird nach unserem Informationsstand der Selbstbedienungsstandort sehr gut angenommen“, schreibt Reith, „sodass seine Schließung einen erheblichen Verlust der Infrastruktur vor Ort darstellt, vor allem für ältere Menschen.“ Die Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim werde daher den Bankvorstand um ein Gespräch bitten. Denn es könnte eventuell darüber nachgedacht werden, so Reith, dass für die Investition in die Umstellung auf ein anderes EDV-Leitungsnetz ein Zuschuss gewährt wird. Diese Investition hatte die Geschäftsführung als weiteren Grund für die Schließung angegeben. Im Falle eines Zuschusses, so Michael Reith, „müsste vertraglich vereinbart werden, dass der SB-Standort für einen längeren Zeitraum erhalten bleibt“. (rhp/ww)

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