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Mittwoch, 15. November 2017 Drucken

Grünstadt

Zur Sache: Winzer aus dem Leiningerland in der deutschen Rotwein-Elite

Beim Deutschen Rotweinpreis zum ersten Mal ganz oben: Als Axel Neiss die Nachricht erhielt, dass sein 2015er Frühburgunder trocken Vogelsang in der Kategorie Klassische Sorten (ohne Spätburgunder) gesiegt hat, gab`s eine Magnum-Flasche Champagner für die Mitarbeiter des Kindenheimer Weinguts. Neiss: „Es ist schon etwas sehr Besonderes, solch eine Auszeichnung zu erhalten.“

Die Aufnahme in den „Olymp der deutschen Rotwein-Elite“, so die Preisverleiher, war die Krönung für das erfolgreichste Jahr in der Geschichte des Weinguts, erzählt der 45-Jährige. Im 20. Jahr führt er jetzt das Familienunternehmen, das seit 1873 Wein erzeugt, früher noch als landwirtschaftlicher Mischbetrieb. Bewirtschaftet werden mittlerweile 34 Hektar, auf denen zu 40 Prozent Rotweinreben stehen. Die Jahresproduktion gibt Neiss mit rund 400.000 Flaschen an.

Das Erfolgsjahr ist für den Winzer, der bewusst auf Expansionskurs gesetzt hat, ein Beweis, dass sich die große Investition für die vor fünf Jahren errichtete neue Kellerei gelohnt hat: „Wir konnten die Qualität weiter steigern.“ Zufrieden ist Axel Neiss auch mit der Exportquote von 25 Prozent, selbst in die USA, nach Kanada und Australien liefert der Betrieb aus dem kleinen Kindenheim.

Der Siegerwein ist eher ein Nischenprodukt, erläutert der Weinbau-Ingenieur: In der Lage Vogelsang im Norden von Kindenheim sei nur ein halber Hektar mit Frühburgunder bestockt. Die ertragsschwache Rebe reagiere empfindlich auf hierzulande übliche Wetterkapriolen. Aber die kleinen Beeren der frühreifen Sorte lieferten einen recht schönen Wein. 2000 Flaschen mit Frühburgunder seien abgefüllt worden, nachdem er 18 Monate im Barrique-Fass gereift habe. Und nicht nur der 2015er Frühburgunder konnte bei Wettbewerben punkten, holte beim Rotweinpreis des Meininger Verlags, Neustadt, noch einen zweiten Platz, sondern auch zwei Spätburgunder des Jahrgangs 2014 ließen hier so manchen Konkurrenten hinter sich, erzielten jeweils dritte Plätze.

Beim Meininger-Wettbewerb konnten zwei weitere Betriebe aus der Region Erfolge verbuchen. Das Kirchheimer Weingut Hammel, das rund 60 Hektar bewirtschaftet, siegte in der Kategorie feinfruchtige Rotweine mit einem 2015er Dornfelder halbtrocken Großes Holz. Und das Asselheimer Weingut Gaul-Triebel durfte sich über einen zweiten Platz in der Klasse heimische Rebsorten trocken freuen, auf den sein 2013er „Passion“ Frühburgunder Barrique trocken kam. |us

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