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Dienstag, 15. Januar 2019 Drucken

Eisenberg

Hochwasserschutz wird Thema

Ramsen: Ortsbürgermeister beklagt bei Neujahrsempfang Rückschläge in Infrastruktur

Von Joerg Schifferstein

( Foto: Schifferstein)

Bittere Pillen hat die Stumpfwaldgemeinde Ramsen im vergangenen Jahr bezüglich ihrer bislang gesunden Infrastruktur schlucken müssen. Neben der Zahnarztpraxis hat der örtliche Bäcker seinen Laden geschlossen und auch die Metzgereifiliale ist nicht mehr. „Das sind starke Einschnitte, die unsere Bevölkerung direkt treffen“, beklagte Ortsbürgermeister Wolfgang Steitz (CDU) beim Neujahrsempfang am Sonntagvormittag in der Halle des AGTSV.

Zwar sei in die Bäckerei eine neue Filiale eingezogen, von der er hoffe, dass sie sich dauerhaft für den Betreiber rechne, sagte Steitz. Doch insgesamt sei der Rückgang an Versorgungsangeboten für den Ort ein echter Rückschlag.

Dennoch zeichnete Steitz ein insgesamt positives Bild von der örtlichen Entwicklung. So wies er darauf hin, dass das Baugebiet Staufer Straße endgültig erschlossen werden konnte und dass die Gemeinde von 15 Bauplätzen im Baugebiet Pfaffenhecke bereits acht verkauft habe. Steitz kündigte an, dass der Restausbau der Straße Pfaffenhecke zwischen dem Margarethenacker und der Landesstraße im April beginnen soll. Für 395.000 Euro wurde der Auftrag an das Unternehmen vergeben, das in Ramsen bereits beim Ausbau der Bahnhofstraße gute Arbeit geleistet habe, so der Ortsbürgermeister.

Angepackt werden soll auch die Erneuerung des Straßenbelags am Ginsberg. Untersuchungen hatten ergeben, dass tatsächlich nur die Deckschicht kaputt ist, der Unterbau aber erhalten bleiben kann. Sofern im April oder Mai die Zusage für Zuschüsse des Landes erfolge, können in den Sommerferien die Arbeiten beginnen. Steitz rechnet mit einer Bauzeit von zwei bis drei Wochen.

Beschäftigten werde sich die Gemeinde in diesem Jahr intensiv mit der Entwicklung eines Hochwasserschutzkonzepts, das die Basis für alle weiteren baulichen Entwicklungen in Ramsen darstelle. Schon bei der Vermarktung der beiden Bauplätze der Gemeinde in der Bergstraße sei das Konzept eine Bedingung, die vorab erfüllt werden müssen. „Für diese beiden Flächen liegen uns zahlreiche Anfrage von potenziellen Käufern vor“, so Steitz. Ohne das Konzept sei beispielsweise eine weitere Entwicklung Ramsens im Bereich der Flurer- oder Rosenthaler Straße nicht zu realisieren. Als Zeitrahmen für die Ausweisung eines neuen Baugebiets nannte Steitz zwei bis vier Jahre für dessen Entwicklung.

Geld investieren will die Gemeinde in ihre Gebäude und Wohnungen, unter anderem soll im Gemeindesaal ein Vorhang eingebaut werden, damit dieser Verdunkelt werden kann. „Diese Möglichkeit fehlt vor allem bei den Veranstaltungen und Vorträgen für unsere Senioren“, so Steitz, der dem Seniorenbeauftragten der Gemeinde, Klaus Rech, zusicherte, dass hier bald etwas passieren wird.

Im Gemeindehaus ist – befristet für ein Jahr – eine Gruppe der katholischen Kindertagesstätte untergebracht, da der Platz nicht mehr für die Betreuung aller Kinder aus dem Dorf ausreicht. Kritik übte Steitz an den enormen Forderungen und Auflagen der Kreisverwaltung. „Dass bei einer solche Notlage nicht ab- und zugegeben werden kann, zeigt den Grad des Bürokratismus, der uns als Gemeinde vorgegeben wird“, so Steitz. Unklar sei bislang auch, wie es nach dem einen Jahr weitergehen wird, wie die Betreuung zukünftig sichergestellt wird.

Sicher hingegen ist hingegen der Standort der Grundschule, wie Bürgermeister Bernd Frey (SPD) von der Verbandsgemeinde Eisenberg in seiner Rede hervorhob. Frey lobte den Einsatz der Feuerwehren in der VG, die mit ihren 13 Fahrzeugen zu 338 Einsätzen im vergangenen Jahr ausgerückt waren. Er warb dafür, Menschen zur Mitarbeit in der Feuerwehr zu bewegen.

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