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Samstag, 12. Januar 2019 Drucken

Eisenberg

„Es war ein ruhiges Jahr“

Ramsen: Ortsbürgermeister Wolfgang Steitz über 2018 und geplante Projekte

Tritt bei den Wahlen im Mai wieder an: Wolfgang Steitz.

Tritt bei den Wahlen im Mai wieder an: Wolfgang Steitz. ( Foto: Schifferstein)

Ramsen hat ein weitgehend ruhiges Jahr hinter sich. Die großen Projekte sind über die Bühne gebracht. Joerg Schifferstein hat Ortsbürgermeister Wolfgang Steitz (CDU) gefragt, wie er das zurückliegende Jahr bewertet – und was er 2019 erreichen möchte.

2018 – nichts Großes passiert am Rande des Stumpfwalds?

Kann man so nicht sagen. Klar, die großen Baugebiete wie Heugraben und Staufer Straße sind bebaut, in der Staufer Straße haben wir den Endausbau abgeschlossen. Was mich besonders freut, ist dass wir Ende des Jahres dort den letzten Bauplatz der Gemeinde verkaufen konnten. Damit hat die Gemeinde im Heugraben nur noch zwei Bauplätze für Doppelhäuser. Insgesamt war 2018 aber doch ein ruhiges Jahr mit vielen kleinen Maßnahmen, beispielsweise der Sanierung des Bodens im Bürgersaal. Auch in Gemeindehäusern haben wir Sanierungsarbeiten vorgenommen, kleine Dinge eben, von denen der Bürger wenig mitbekommt. Froh bin ich, dass wir in der Bahnhofstraße das Gewerbegebiet erschließen konnten und die Verbandsgemeindewerke und die Eigentümer hier den Löwenanteil der Kosten getragen haben. Die Gemeinde musste nur die Straßenbeleuchtung und den Einbau einer neuen Deckschicht für die Straße finanzieren.

Was ist aus ihrer Sicht nicht optimal gelaufen im abgelaufenen Jahr?

Die Kostenentwicklungen im Baugewerbe laufen uns davon, das spüren wir in allen Bereichen. Trotz Sparmaßnahmen kommt die Gemeinde nicht runter von ihren Defiziten. Auch die Androhung aus dem Rathaus, zwei Prozent die Verbandsgemeindeumlage erhöhen zu wollen, drückt uns. Da bleibt oft für wünschenswerte Dinge kein Platz. Die gesamte Finanzsituation der kleinen Gemeinden – wie Ramsen oder auch Kerzenheim – ist belastend.

Welche Projekte sind für 2019 dennoch vorgesehen?

In erster Linie der Ausbau der Pfaffenhecke, die zwischen der Landesstraße 395 bis zum Margaretenacker ausgebaut werden soll. Das schließt sich an die Entwicklung des Baugebiets Pfaffenhecke an. Dort hat die Gemeinde sieben ihrer 13 Bauplätze bereits verkauft, für ein weiteres Grundstück ist bereits ein Interessent da. Was uns in jedem Fall beschäftigen wird, ist die Entwicklung eines Hochwasserschutz-Konzepts. Erst wenn wir das bewältigt haben, können wir auch die beiden Bauplätze in der Bergstraße vermarkten. Dort haben wir seitens der Gemeinde Gelände gekauft, das wir gerne so schnell wie möglich vermarkten würden. Weitere Baugebiete sind nicht geplant, dafür müssten wir erst ein Konzept entwickeln. Wohin die Reise geht, ist noch nicht abzusehen.

Im Mai sind Kommunalwahlen. Sie wollen es noch einmal wissen?

Ja, meine Kandidatur habe ich bekannt gegeben. Wenn ich gewählt würde, bekäme ich die 30 Jahre im Gemeinderat voll. Seit 2010 bin ich Ortsbürgermeister, vorher war ich Beigeordneter. Das hängt aber auch von den Ramsern ab, die müssen mich erst mal wählen.

Gibt es bereits Perspektiven für die Zeit nach der Wahl?

Uns stehen die Sanierungen der gemeindeeigenen Wohnungen bevor. Wobei wir hier auch erst einmal prüfen müssen, welche Kosten wir stemmen könnten. Alles andere ist angesichts der klammen Kassen schwierig zu beurteilen.

TERMIN

Neujahrsempfang der Gemeinde am morgigen Sonntag, 11 Uhr, in der AGTSV-Halle in Ramsen. |jös

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