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Mittwoch, 16. Januar 2019 Drucken

Eisenberg

Der Dorfplatz soll umgestaltet werden

LAUTERSHEIM: Bürgermeister Thomas Mattern möchte den Dorfbrunnen reaktivieren – Morgen: Einwohnerversammlung

Von Anja Benndorf

Bürgermeister Thomas Mattern am zentralen Dorfplatz.

Bürgermeister Thomas Mattern am zentralen Dorfplatz. ( Foto: Benndorf)

Nachdem die Dorfmoderation im ablaufenden Jahr abgeschlossen wurde, dreht sich 2019 alles um die Fortschreibung des Dorferneuerungskonzeptes durch das Kaiserslauterer Büro Stadtgespräch. Das sagte Thomas Mattern (WG Mattern), seit 2009 Bürgermeister von Lautersheim. Zu dem umfassenden Thema wird es am Donnerstag eine Einwohnerversammlung geben.

Hauptzielgruppe dabei sind die Eigentümer von Häusern, die vor 1945 errichtet worden sind. Vorgestellt werden sollen ihnen die Fördermöglichkeiten, wenn sie ihre alten Immobilien sanieren möchten. Die Planungsleistung sei kostenlos. „Ich hoffe, dass gerade die Bewohner der Hauptstraße Gebrauch davon machen“, erklärt Mattern, der das Ortsbild gern verschönert hätte. Der 47-Jährige würde sich auch über eine rege Teilnahme von Mitgliedern des während der Dorfmoderation gebildeten Arbeitskreises freuen. „Wir wollen unsere Bürger bei den Projekten, die noch zu definieren sind, einbinden.“

Die Vorhaben, für die als Schwerpunktgemeinde Zuwendungen von bis zu 65 Prozent zu erwarten sind, möchte er weiterhin federführend begleiten: Mattern kandidiert wieder als Ortschef. „Ich bin hier aufgewachsen und habe als Kind vom Engagement anderer profitiert. Da fühle ich eine gewisse Verpflichtung, etwas zurückzugeben.“Freiwillige Helfer könne es nicht genug geben. „Wenn jeder fünf Stunden pro Jahr für die Gemeinschaft anpacken würde, hielte sich die Belastung für den Einzelnen in Grenzen.“ Eine Erfolgsstory sei die Bewirtschaftung der Gemeindehalle durch Ehrenamtliche, allen voran Helga Höft. „Die Einnahmen sind fast so hoch wie bei einer Verpachtung“, erläutert Mattern. Nur durch Menschen, die sich unentgeltlich einbringen, könne auch der gegenwärtig laufende Aufbau des Biotops Hafergarten mit kleinen Mitteln erfolgen.

Als größeres Dorferneuerungsprojekt auf der Agenda hat Mattern die Gestaltung des zentralen Dorfplatzes bei der Kita „Nimmersatt“. Der Aufgang neben der Kirche sei unansehnlich, der Brunnen dort müsse reaktiviert werden. Die Begrünung oberhalb des Parkplatzes sei frisch anzulegen. Darüber hinaus stehe beispielsweise die Erneuerung des rund 20 Jahre alten Spielplatzes In den Bohngärten an. Wenn die 20 Grundstücke im zweiten Bauabschnitt zum Verkauf bereitstehen, hofft die Gemeinde auf den Zuzug von jungen Familien.

Der Bürgermeister zeigt sich optimistisch. Auch wenn die Erschließung aufgrund des Baubooms sicherlich teurer werden wird als beim ersten Bauabschnitt mit 14 Grundstücken, seien die Bodenpreise in Lautersheim deutlich günstiger als in der Vorderpfalz und an der Weinstraße. Auch entsprächen die Grundstücke mit einer durchschnittlichen Größe von 500 Quadratmetern in Südhanglage am Ortsrand dem Wunsch der Nachfrager. „Wir haben schon acht, neun Interessenten.“ Innerörtliche Leerstände würden schnell und dabei oft an jüngere Leute verkauft.

Ein großes Pfund sei die Kita, die zwar aktuell nur von 15 Kindern besucht wird, aber schnell wieder um eine zweite Gruppe erweitert werden

könnte. Mattern betont: „Im Gegensatz zu anderen Kommunen, wo es lange Wartelisten gibt, kann bei uns jedes Kind aufgenommen werden.“ Dass man in Lautersheim keine Einkaufsmöglichkeit hat, sieht Mattern ebenso wenig als Problem wie den Umstand, dass man aufgrund der spärlichen ÖPNV-Verbindungen quasi nicht ohne Auto auskommt.

Seine Idee von einem Bürgerbus hat er noch nicht aufgegeben, obwohl die Verbandsgemeinde Göllheim keinen Sponsor findet. „Ein Fahrzeug ließe sich ja auch leasen. Vielleicht können wir das mit Biedesheim gemeinsam verwirklichen“, so Mattern, der eruieren möchte, ob es dafür nicht Fördermittel aus dem Dorferneuerungstopf gibt. Generell würde er mehr Kooperationen zwischen Gebietskörperschaften, auch auf VG-Ebene, begrüßen. Es müssten Wege gefunden werden, die Verwaltung effizienter zu machen, damit mehr Geld bei den Ortsgemeinden verbleibt.

TERMIN

Einwohnerversammlung zur Dorferneuerung mit Sanierung alter Bausubstanz am morgigen Donnerstag, 19 Uhr, in der Gemeindehalle.

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