Frankenthal „Wir sind absolut zufrieden“

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Das pfälzisch-bayerische Wein- und Bierfest Pfalzwiesen hat bei der Premiere die Erwartungen der Veranstalter übertroffen. Knapp 6500 Besucher haben nach ihren Angaben an den beiden verlängerten Wochenenden das Zelt auf dem Festplatz an der Benderstraße mit Leben erfüllt.

Am Sonntagabend klang das Fest mit einem Auftritt des Schlagersängers Markus Becker aus. „Frankenthal hat die Pfalzwiesen sehr gut angenommen“, bilanzierte Stephan Finke, der die Veranstaltung zusammen mit Wilhelm Jockers und Manfred Weiß aus der Taufe gehoben hat. An den acht Festtagen habe man knapp 6500 Besucher gezählt. „Wir sind überwältigt von den vielen positiven Rückmeldungen“, hob er im Gespräch mit der RHEINPFALZ hervor. An drei Tagen hatten die Feierlustigen, die zum Teil auch aus der Westpfalz und den rechtsrheinischen Regionen anreisten, freien Eintritt. Eine Einladung zum kostenlosen Pfalzwiesenbesuch erhielten zudem einige Frankenthaler Vereine. Den größten Publikumszuspruch verbuchte die Kultband Grabowsky, die am Samstagabend für ein brechend volles Festzelt sorgte. Aber auch das Frühschoppenkonzert mit den Leistadter Blasmusikanten lockte am Sonntag etwa 500 Besucher an. Besonders erfreut waren die Organisatoren, dass 90 Prozent der Pfalzwiesen-Gäste in Dirndl und Lederhosen erschienen. „Das war eine kulturelle Völkerwanderung“, meinte Wilhelm Jockers. Es gelte, diese Art von Kultur in Frankenthal am Leben zu erhalten, ergänzte Manfred Weiß. Die Veranstalter bewerteten die Pfalzwiesen als außerordentlich friedlich, was in erster Linie auf das umsichtige Verhalten des privaten Sicherheitsdienstes zurückgeführt wird. Auch habe man ganz bewusst auf den Ausschank von Spirituosen verzichtet. Angetrunkenen Besuchern sei der Zutritt verwehrt worden. Zu Polizeieinsätzen sei es nicht gekommen, hieß es. Die regelmäßig durchgeführten Messungen hätten keine Überschreitung des zulässigen Lärmpegels ergeben. Mehrfach beschwert habe sich lediglich ein Anwohner (wir berichteten). Für eine Neuauflage der Pfalzwiesen im kommenden Jahr kündigte Stephan Finke einige Veränderungen an, ohne freilich schon konkret zu werden. Ob erneut prominente Ballermann-Künstler verpflichtet werden, ließ er offen, nachdem deren Zugkraft hinter den Erwartungen zurückblieb. So konnte am Abschlussabend der Südpfälzer Markus Becker – Markenzeichen roter Hut – das Festzelt nicht einmal zur Hälfte füllen, was freilich der Stimmung bei seinem „Heimspiel“ keinen Abbruch tat. Schon beim ersten Lied, dem legendären „roten Pferd“, standen die Besucher auf Tischen und Bänken, streckten die Hände zum Himmel und sangen kräftig mit. „Die Pfalz ist halt eine Feierhochburg“, meinte Becker und schickte an die Damenwelt im Trachtenlook ein musikalisches Kompliment hinterher: „Du bist die schönste Frau der Welt.“ Beim Helikopterlied hob das für diese Art von Gaudi sehr empfängliche Publikum dann endgültig ab. „Frankenthal war lange nicht mehr so positiv im Gespräch“, fand Wilhelm Jockers. Alle Altersgruppen – von 18 bis 84 – seien von den Pfalzwiesen angesprochen worden. Es habe richtig Spaß gemacht. „Wir sind absolut zufrieden und bedanken uns für die Unterstützung“, erklärte Stephan Finke. Die Pfalzwiesen-Macher schmieden bereits neue Pläne. Vom 4. bis 9. Februar 2016 wollen sie ihr großes Festzelt für eine zünftige Fasnachtsgaudi am Lambsheimer Weiher aufschlagen.

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