Frankenthal Tief „Annegret“ erwischt Athleten kalt

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«BOBENHEIM-ROXHEIM.» Im wahrsten Sinne des Wortes kalt erwischt worden sind die Segler beim zwölften Einhand-Cup auf dem Silbersee. Tief „Annegret“ prägte den Verlauf der Gemeinschaftsregatta des Kanu- und Segel Clubs Frankenthal (KCF) und des Wassersportvereins Roxheim (WSVR) entscheidend.

So hatten sich die Verantwortlichen des KCF und des WSVR ihre Auftaktregatta nicht vorgestellt: Die ursprünglich 47 Meldungen in fünf Bootsklassen schrumpften durch die Wetterprognosen, die Schneefall und Temperaturen um 0 Grad vorhersagten, erheblich. „Am Freitagabend gingen in kurzen Abständen teils direkt, teils über das Internet einige Abmeldungen ein“, bedauerte KCF-Fachwart Wettsegeln Frank Knoch. Nach der Sondierung der Lage am See und der Auswertung der verbindlichen, schriftlichen Meldungen am Samstag stand fest, dass es zumindest bei der Laser-Radial-Klasse für eine Ranglistenwertung (mindestens zehn Boote) reichen sollte. „Laser-Segler können relativ einfach ihre Boote zwischen 4.7, Radial und Standard umrüsten und brachten so wenigstens die Radial-Klasse auf elf Boote “, sagte Knoch erleichtert. Letztlich wurden mit Laser Radial, Laser Standard, OK-Jolle und Seggerling drei Startgruppen mit vier Wertungsklassen gebildet. Die Windrichtung Nord-Ost zwang die Segler aber schon vor dem Start, gegen den Wind aufzukreuzen, um ins Startgebiet zu kommen. Bei einer Bahnlänge von knapp sechs Kilometern und fast einer Stunde Wettfahrtzeit wurden die Segler mit Blick auf die äußeren Bedingungen hart gefordert. Das Problem: Einige Teilnehmer konnten ihr Boot nicht mehr halten und kenterten. Vielen gelang es zwar, ihr Boot selbst wieder aufzurichten, doch bei nachlassenden Kräften mussten die Rettungsboote immer wieder ausrücken. „Deshalb haben wir die Bahn ab der zweiten Wettfahrt auch auf rund drei Kilometer verkürzt“, erläuterte Knoch. Zumal wegen der kräftezehrenden Bedingungen nicht mehr alle Teilnehmer zur zweiten Wettfahrt antraten. Die dritte Wettfahrt bestritten dann nur noch die hartgesottensten Segler, ehe der erste und gleichzeitig einzige Regattatag gegen 16.30 Uhr beendet wurde. Die für Sonntag geplanten Wettfahrten wurden wegen der Witterungsbedingungen abgesagt. Somit sicherte sich Christoph Wurm im Laser Radial vom Augsburger Segelclub souverän den ersten Platz. Maximilian Müller (SV Biblis) und Nina Loser (Augsburger SC) folgten auf den Plätzen. Im Laser Standard gewann Markus Räschle (SC Nordsaar) vor Klaus Jungbauer (Herrschinger SC) und Marco Deichmann (WSV Bergstraße). Dirk Dame (SV Mannheim) siegte bei der OK-Jolle vor Jürgen Illers (SC Otterstadt) und Ralf Mackmann (SC Haltern/See). Jörn Thöne (SG Thalfingen) war beim Seggerling der Schnellste und verwies Achim Rampp (Segelclub Breitenthal) und Eberhard Niehaus (KC Frankenthal) auf die Plätze zwei und drei.

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