Hockey
TG Frankenthal vergibt Sieg gegen SAFO Frankfurt
Die 1. Damen der TG Frankenthal Hockey-Damen kamen am Sonntag in der Regionalliga Süd auf heimischer Anlage am Jahnplatz nicht über ein 1:1-Unentschieden gegen SAFO Frankfurt hinaus – ein Ergebnis, das den Spielverlauf widerspiegelt, aber auch die aktuellen Defizite der Gastgeberinnen deutlich macht.
An der Seitenlinie verantworteten Marc Beck und Tobias Stumpf das Coaching, organisatorisch begleitet von Teammanagerin Marion Büffor. Doch trotz klarer Ansprache gelang es dem Team über weite Strecken nicht, die Partie an sich zu reißen.
Die erste Halbzeit verlief weitgehend ereignisarm und offenbarte bereits eines der Hauptprobleme der Frankenthalerinnen: Es fehlte an Struktur, Tempo und Durchschlagskraft im Offensivspiel.
Beide Mannschaften neutralisierten sich größtenteils im Mittelfeld, wobei die TG kaum in der Lage war, sich gefährlich vor dem gegnerischen Tor festzusetzen. Kreative Ideen im Spielaufbau blieben Mangelware, sodass das 0:0 zur Halbzeit die logische Konsequenz war.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild zunächst nur wenig. Zwar erspielte sich Frankenthal in der 31. Minute die erste kurze Ecke, doch wie so oft in dieser Partie blieb die Chancenverwertung unzureichend.
Die Quittung folgte in der 42. Minute: Nach einer eher unspektakulären Spielsituation nutzte Tijana Misljenovic eine Unaufmerksamkeit in der Frankenthaler Defensive zur 0:1-Führung für die Gäste. Wieder einmal zeigte sich, dass die TG in entscheidenden Momenten nicht konsequent genug agiert – weder im Verteidigen noch im Umschaltspiel.
Erst im letzten Viertel war bei den Gastgeberinnen ein spürbares Aufbäumen zu erkennen. Mehr Druck nach vorne führte schließlich in der 50. Minute zum Ausgleich, als Luise Dreyse eine kurze Ecke zum 1:1 verwandelte. Doch anstatt diesen Treffer als Wendepunkt zu nutzen, blieb die Mannschaft weiterhin zu inkonstant.
Besonders kritisch ist die Chancenverwertung zu sehen: In der 56. Minute vergab die TG eine weitere kurze Ecke, auch den darauffolgenden Siebenmeter konnte nicht genutzt werden – zwei hochkarätige Möglichkeiten, die Partie komplett zu drehen. In dieser Phase fehlte es klar an Nervenstärke und Effizienz.
Unterm Strich bleibt ein Spiel, in dem beide Teams nur wenige Akzente setzten. Für die TG Frankenthal ist das Unentschieden jedoch zu wenig, wenn man den eigenen Anspruch betrachtet. Es mangelt aktuell an klarer Spielstruktur, konsequenter Chancenverwertung und der Fähigkeit, ein Spiel über längere Phasen aktiv zu gestalten. Die Mannschaft wirkt phasenweise zu passiv und überlässt dem Gegner zu häufig die Initiative.
Mit Blick auf das kommende Wochenende wächst der Druck deutlich: Am Samstag steht das schwere Auswärtsspiel beim Tabellenführer TuS Obermenzing an, bevor es am Sonntag zum Tabellendritten ESV München geht.
Sollte die TG Frankenthal dort bestehen wollen, braucht es eine klare Leistungssteigerung. Vor allem das Zusammenspiel muss flüssiger werden, die Abstimmung in allen Mannschaftsteilen präziser und die Chancenverwertung deutlich effizienter. Andernfalls droht ein punktloses Wochenende gegen zwei der stärksten Teams der Liga.