Frankenthal
Strandbad: Saison mit erweiterter Wibit-Anlage und Sponsoren eröffnet
Einerseits die schwierige Finanzsituation der Kommune und der Badebetrieb als Verlustgeschäft, andererseits das Strandbad als Perle neben dem Wochenmarkt. So skizzierte Nicolas Meyer, Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Frankenthaler Bäder & Park Betriebsgesellschaft, die Gemengelage. Die Lösung: Finanziers für neue Attraktionen im Freibad.
Die ersten drei Sponsoren haben schon gezahlt. Die Materialkosten der „Wave“, eine Rutsche, mit der die Wibit-Anlage im Weiher erweitert worden ist, betragen laut Stadtwerke-Geschäftsführer Volkmar Langefeld 35.000 Euro. Diese teilen sich drei Unternehmen. Eines davon ist die Deutsche Bauwert (DBA) aus Baden-Baden, die auf dem früheren Sternjakob-Gelände damit begonnen hat, das Strandbad-Quartier zu errichten. Deren Geschäftsführer Uwe Birk erklärt, man wolle mit der Spende das Umfeld des neuen Wohnviertels aufwerten.
Die beiden übrigen Mäzene sind in Frankenthal beheimatet und möchten mit ihrem Beitrag ebenfalls die Lebensqualität steigern: Andrea Schilder vom gleichnamigen Immobilienbüro sowie Thomas Kirchner, Geschäftsführer der Firma Senteg. Die auf Schaltanlagen für Energietechnik spezialisierte Senteg wolle auf diese Weise auch Nachwuchs gewinnen.
Traum vom Splash-Park
Als Gegenleistung erhalten die Sponsoren Werbeflächen im Strandbad. Die DBA hat bereits ein Aushängeschild an prominenter Stelle erhalten: Neben der Wibit-Anlage schaukelt auf dem Wasser ein schwimmendes Banner mit dem Firmenlogo. Langefeld erklärte, wo zudem Werbung platziert wird – etwa auf Postern, Tafeln und Kaffeebechern, aber auch im Internet.
Für weitere Anschaffungen sucht man nach wie vor Unterstützer. Auf einer neuen Homepage unser-strandbad.de sind vorstellbare Projekte aufgelistet wie zusätzliche Wibit-Elemente oder ein Splash-Park, also eine Spielfläche für Kinder mit Wasserfontänen. Wer sich daran beteiligen möchte, kann zwischen 500 und 10.000 Euro beisteuern und erhält, je nach Höhe des Betrages, ein Werbepaket. Auch private Spenden seien willkommen, verdeutlichte Langefeld.
Bevor eine Sanierung des Strandbads in Betracht kommt, in dem seit rund einem Jahrzehnt die Duschen erneuert und erweitert werden müssten, muss laut Meyer zuvor die Infrastruktur beider Bäder – also Hallenbad am Kanal und Freibad ein paar hundert Meter weiter – auf den Prüfstand. Was heißt: Zunächst ist zu klären, ob ein Kombibad an einem Standort, wie es etwa in Lambsheim realisiert worden ist, sinnvoll und finanzierbar ist. Oder ob es weiterhin bei einer räumlichen Trennung beider Bäder bleibt und diese für beträchtliche Summen modernisiert werden.
Bis diese Grundsatzfrage nicht geklärt sei, werde auch nicht investiert, stellte der Oberbürgermeister klar. Zum Zeitraum hielt er sich bedeckt. Dieser sei nicht zuletzt abhängig von Förderanträgen, die bereits gestellt seien.