Frankenthal Stadtportal soll Kräfte bündeln helfen

Die Unternehmer Martin Svoboda und Mirko LoPorto haben im Haupt- und Finanzausschuss die von ihnen entwickelte Idee eines Internet-Stadtportals für Frankenthal vorgestellt, auf dem sich Vereine, Gewerbetreibende und die Stadtverwaltung präsentieren können.
Bei ihrer Präsentation vor dem Ausschuss am Dienstag stellten die Geschäftsleute einen Aspekt besonders heraus: Jeder einzelne Verein, jedes einzelne Unternehmen und auch die Stadt mit ihrem Internetauftritt erreiche nicht die notwendigen Klickzahlen, um bei der Suchmaschine Google unter den ersten und damit für Nutzer attraktivsten Treffern zu landen. Gemeinsam ist das nach Svobodas Worten hinzubekommen. „Wir wollen eine Seite an den Start bringen, auf der 365 Tage Betrieb ist. Google hat da eine Machtposition, die nicht von der Hand zu weisen“, sagte er. Er und sein Kompagnon LoPorto erklärten den Kommunalpolitikern das Prinzip der Seite: Sie solle nicht – wie andernorts schon praktiziert – eine Art Onlineshop für lokale Geschäfte und Dienstleister sein. Es gehe darum, die im Portal hinterlegten Informationen an den „richtigen Ansprechpartner“ weiterzuleiten. „Wir sind immer nur einen Klick von dem entfernt, der etwas verkaufen möchte“, sagte LoPorto. Ein reiner Onlineshop hat Svoboda zufolge den Nachteil, dass dort nur Preis und Produkt gegenüber gestellt würden, Aspekte wie Service oder Beratung aber keine oder nur eine geringe Rolle spielten. Geplant haben die Unternehmer, die vor dem Gremium um eine Beteiligung der Stadt an dem Projekt warben, die Präsentation von Vereinen, Geschäften und gastronomischen Betrieben in Rubriken zu organisieren und mit einem Terminkalender etwa für kulturelle Veranstaltungen zu mischen. Mit ihren eigenen geschäftlichen Interessen hielten sie bei der Vorstellung nicht hinterm Berg: „Wir wollen damit irgendwann auch Geld verdienen.“ Vorgesehen seien ein kostenloses „Basis-Paket“ und eine ausführlichere Darstellung mit Fotos und umfangreicheren Informationen für 120 Euro pro Jahr. LoPorto und Svoboda hatten ihr Konzept schon bei der jüngsten Versammlung des Vereins City- und Stadtmarketing vorgestellt. Aus dem Kreis der Ausschussmitglieder kamen lediglich Fragen zur ebenfalls geplanten Nachrichtenfunktion und wie diese bestückt werde. Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) sagte, dass er es sich vorstellen könne, sich als Stadt „da hinten dranzuhängen“. Er sehe als Vorteil, dass es sich nicht um ein anonymes Portal handele, sondern um ein lokal auf Frankenthal zugeschnittenes Angebot.