Frankenthal
SPD Flomersheim: Kirsten Sielaff verlässt Ortsbeiratsfraktion
Das Tischtuch zwischen Kirsten Sielaff und der SPD in Flomersheim scheint endgültig zerschnitten: Vor einem Jahr ist sie als Vorsitzende des SPD-Ortsvereins zurückgetreten. Nun hat Sielaff auch ihren Austritt aus der SPD-Fraktion im Ortsbeirat erklärt.
Ihr fehlt die „vertrauensvolle Arbeitsgrundlage“ für eine weitere Zusammenarbeit; sie fühlt sich in die Abläufe der SPD nicht ausreichend eingebunden: „In meiner Arbeit für den Ortsbeirat ist eine umfassende und zuverlässige Informationslage unverzichtbar. Doch wiederholt musste ich feststellen, dass mir als Mitglied der SPD-Fraktion des Ortsbeirates wesentliche Informationen nicht zur Verfügung gestellt wurden“, kritisiert Sielaff sowohl die Arbeit der Stadtratsfraktion in Frankenthal als auch die des Ortsvereins.
Diese Informationen seien für eine fundierte Vorbereitung und verantwortungsvolle Entscheidungen im Namen der SPD zwingend notwendig gewesen. Besonders deutlich sei ihr dies im Zusammenhang mit dem Thema Straßenausbaubeiträge geworden: Sie habe eine Erklärung abgegeben, die nicht dem Stand der Beratungen entsprochen habe – weil ihr Informationen gefehlt hätten.
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SPD hat bisher zwei Sitze im Ortsbeirat Flomersheim
Kirsten Sielaff verlässt zwar die SPD-Fraktion, aber nicht den Ortsbeirat. Sie wird dem Gremium künftig als fraktionsloses Mitglied angehören. Auch der Partei will sie nicht den Rücken kehren: „Es ist richtig, dass ich Mitglied der SPD bleibe“, teilt sie auf Nachfrage der RHEINPFALZ mit.
Bisher hatte die SPD im Flomersheimer Ortsbeirat zwei Sitze, ab sofort ist Ottmar Gögel der einzige Vertreter der Sozialdemokraten. CDU und FWG verfügen über drei Mandate, Gerhard Bruder sitzt für die Grünen/Offene Liste im Ortsbeirat.
Kirsten Sielaff war für die SPD bei den beiden jüngsten Ortsvorsteherwahlen ins Rennen gegangen. Im Vorjahr unterlag sie Ulrich Fleischmann (CDU). Das Ergebnis war deutlich. Während Fleischmann auf 66,1 Prozent der Stimmen kam, erhielt sie 33,9 Prozent. 2019 verlor Sielaff gegen Heike Haselmaier (CDU), die 67,8 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte.