Frankenthal
Sparkasse: Zukunft der Filialen in Mörsch und Flomersheim bleibt offen
In welchem Umfang bleiben die Dienstleistungen der Sparkasse Rhein-Haardt in der Fläche erhalten? Werden persönliche Beratungen in den Zweigstellen in den Frankenthaler Stadtteilen Mörsch und Flomersheim – und möglicherweise darüber hinaus – eingestellt? Diese Fragen bleiben auch nach den nicht öffentlichen Beratungen des Verwaltungsrats am Dienstagabend am Sparkassen-Sitz in Bad Dürkheim zunächst unbeantwortet. Der Vorstand des Geldinstituts, dem die Kommunikation nach außen zukommt, wolle sich erst nach Ostern zu Details äußern, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit.
Die beiden Ortsvorsteher Ulrich Fleischmann (Flomersheim, CDU) und Simon Lutz (Mörsch, CDU) befürchten im schlimmsten Fall eine Schließung. Als wahrscheinlicheres Szenario gilt, dass die beiden Standorte zu einem Selbstbedienungsservicepunkt zurückgefahren werden, mit verbleibendem Geldautomat und Kontoauszugsdrucker. Bislang sind beide Filialen unter der Woche stundenweise personell besetzt.
Würde diese persönliche Betreuung wegfallen, könnten Termine alternativ online oder in einer der beiden Filialen in der Kernstadt vereinbart werden. In beiden Varianten müssten ältere und digital weniger versierte Kunden auf gewohnte und wohnortnahe Services verzichten, geben die beiden Kommunalpolitiker zu bedenken.
OB Meyer: Zu Verschwiegenheit verpflichtet
Den Vorsitz im Verwaltungsrat hat der Frankenthaler Oberbürgermeister Nicolas Meyer (FWG) inne. Mit Verweis auf seine gesetzliche Verschwiegenheitspflicht wollte er sich auch nach dessen Beratungen nicht zu strukturellen Überlegungen äußern. Im Vorfeld hatte Meyer bekräftigt, sich als Oberbürgermeister für eine „gute und wohnortnahe Versorgung der Bürgerinnen und Bürger“ einsetzen zu wollen.
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Ein Sprecher der Sparkasse verwies für Detailfragen auf die Vorstellung der Bilanz, die ursprünglich für Mitte April geplant war und nun ein paar Tage vorgezogen werden soll. Bis dahin bleibt ein umfangreicher Fragenkatalog der RHEINPFALZ unbeantwortet. Ausschließen wollte er lediglich, dass Abstriche bei bisherigen Dienstleistungen unmittelbar greifen könnten. „Zum 1. April wird der Umfang der Leistungen definitiv nicht zurückgefahren, über alle weiteren Aspekte berät nun der Vorstand“, so die offizielle Auskunft.
Wie und wo wird Personal künftig eingesetzt?
Neben dem Zeitpunkt und dem Umfang der Veränderungen bleibt damit unter anderem offen, wie die Sparkasse den gesetzlich vorgeschriebenen Versorgungsauftrag für rund 9000 Bürger in Flomersheim, Eppstein und Mörsch erfüllt sieht. Wo wird das Personal künftig eingesetzt? Verstärkt es die beiden Filialen am Albrecht-Dürer-Ring und im Beratungszentrum in der Bahnhofstraße, um Deputate aus Flomersheim und Mörsch zu kompensieren? Wie sieht es um den Fortbestand weiterer Filialen in der Region aus, insbesondere in Dirmstein? Antworten auf diese Grundsatzfragen und damit über die Zukunft der Standorte Flomersheim und Mörsch wird es erst nach Ostern geben.