Landtagswahl RHEINPFALZ Plus Artikel So haben Lambsheim-Heßheim und Bobenheim-Roxheim gewählt

Eine Wahlurne wird geöffnet: Die AfD schnitt im Frankenthaler Umland besser ab als im landesweiten Durchschnitt.
Eine Wahlurne wird geöffnet: Die AfD schnitt im Frankenthaler Umland besser ab als im landesweiten Durchschnitt.

Rheinland-Pfalz hat gewählt. Nach einem aufregenden Sonntagabend kommt jetzt die Frage: Was fällt auf beim Blick auf die Ergebnisse im Frankenthaler Umland?

Die Zahlen bei den Zweitstimmen weichen im Wahlkreis Frankenthal nicht allzu sehr vom Landesergebnis ab – mit Ausnahme des Ergebnisses für die AfD. Kommt sie im Land auf 19,5 Prozent, so sind es in Frankenthal samt Vororten, der Verbandsgemeinde (VG) Lambsheim-Heßheim und Bobenheim-Roxheim 24,1 Prozent. Unter den vier Parteien, die im Landtag vertreten sein werden, ist sie die einzige im Wahlkreis mit einem satten Zugewinn gegenüber der Wahl 2021, nämlich 12,8 Prozentpunkte.

Blauer Balken im Plus, roter, schwarzer und grüner im Minus: So stellt sich die Grafik des Landeswahlleiters auch im Norden und Westen des Wahlkreises dar. In der VG erreicht die AfD 21,5 Prozent, in Bobenheim-Roxheim, wo es einen AfD-Ortsverband gibt, 24,4 Prozent. Mit 24,1 Prozent erfährt die weit rechts stehende Partei in Beindersheim den größten Zuspruch.

SPD noch ziemlich stark in Großniedesheim

Die CDU kommt bei den Zweitstimmen in der Verbandsgemeinde mit 30,4 Prozent besser weg als in der Altrheingemeinde (29) und im gesamten Wahlkreis (29,1). Den besten Wert (31,6) erzielt sie in Heßheim. Die SPD übertrifft ihr Wahlkreisergebnis von 26,2 Prozent in beiden Gebietskörperschaften, wobei sie den besten, die CDU übertrumpfenden Wert in Großniedesheim (33 Prozent) und den schlechtesten in Beindersheim (25,9) erhält.

An dieser Stelle finden Sie Statistiken von 23degrees.

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Die Grünen, die wahlkreisweit 5,7 Prozent der gültigen Stimmen bekommen haben, dürfen sich über einen überdurchschnittlichen Zuspruch in Heuchelheim (7,5) und Lambsheim (8,3) freuen. Einen größeren Ausschlag über die zwei Prozent auf Wahlkreisebene hinaus gibt es für die FDP nur in Kleinniedesheim, dort kommt sie auf 3,4 Prozent. Die Freien Wähler liegen im Norden und Westen des Wahlkreises Frankenthal fast überall deutlich unter vier Prozent, in Kleinniedesheim und Heuchelheim finden sie mit 6,2 und fünf Prozent etwas mehr Anklang.

Wie ist es den Direktkandidaten in den sieben Gemeinden bei Frankenthal ergangen? Beginnen wir mit dem Sieger Christian Baldauf (CDU), der sein Mandat für den Wahlkreis mit 36,3 Prozent der Stimmen verteidigt hat. Dieses Ergebnis toppt er in der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim (38,5 Prozent), wobei der Spitzenwert 40,6 Prozent sowohl in Kleinniedesheim als auch in Heßheim gemessen wurde.

Baldauf jetzt auch in Lambsheim der Sieger

Bei den vergangenen Landtagswahlen musste sich Baldauf in Lambsheim dem dort wohnenden Mitwerber Martin Haller (SPD) geschlagen geben. Dieser hat nicht mehr kandidiert, und prompt verbesserte der Christdemokrat sein Ergebnis in dem Ort von 33,4 Prozent im Jahr 2021 auf jetzt 37,3 Prozent. Magali Leidig-Petermann (SPD) gaben 25,8 Prozent der Lambsheimer Wähler ihre Stimme, das sind 11,3 Prozentpunkte weniger, als Haller 2021 in dem Ort einfuhr. Ein Trostpflaster für die Frankenthalerin ist ihr 32,7-Prozent-Ergebnis in Großniedesheim.

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Stefan Scheil (AfD) kann sein Wahlkreisergebnis von 23,8 Prozent in keinem Dorf der VG Lambsheim-Heßheim erreichen, in Bobenheim-Roxheim liegt es leicht darüber. Interessant bei den Werten für die Grünen-Kandidatin Lena Fröhlich: Nicht in Lambsheim oder Bobenheim-Roxheim, wo die Grünen im Gemeinderat sitzen, bekommt sie den meisten überdurchschnittlichen Zuspruch, sondern in Kleinniedesheim: 10,5 Prozent. Die Ergebnisse der übrigen Direktkandidaten von FDP, Linke und Volt weichen in der VG und am Altrhein nicht nennenswert vom Wahlkreisergebnis ab.

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