Frankenthal Skiclub leidet unter Schneemangel im Schwarzwald

Eine beliebte Anlaufstelle auf dem Strohhutfest: das Zelt des Skiclubs.
Eine beliebte Anlaufstelle auf dem Strohhutfest: das Zelt des Skiclubs.

Die zunehmend warmen Winter machen auch dem Skiclub Frankenthal zu schaffen. Unklar ist, wie es in der Skiregion rund um das Clubhaus am Feldberg im Schwarzwald weitergeht. Ein zweites Standbein des Vereins ist der Breitensport.

Die Schnee- und Skisportschule hatte es in der Wintersaison 2023/2024 schwer, da der Schnee fehlte. Zwar seien dennoch viele der aktuell 480 Mitglieder und auch Besucher zum Clubhaus Fahl am Feldberg im Schwarzwald gekommen, aber Skilaufen oder Snowboarden seien nicht möglich gewesen. Das berichtete der Vorsitzende des Skiclubs Frankenthal, Bernd Lieser, bei der Mitgliederversammlung. Aufgrund der Wetterverhältnisse seien nur wenige Skilifte in Betrieb gewesen. Einige Liftbetreiber im Schwarzwald würden die Zukunft für ihr Angebot sehr kritisch sehen, weil die Einnahmen zu gering seien, ergänzte Liesers Stellvertreter Peter Leidig. Erfolgreich hingegen sei die Stubaifahrt im April/Mai 2023 gewesen, als es tolle Schneeverhältnisse gab. Für 2025 sei die Skischul-Zertifizierung bereits erteilt worden. Man hoffe für den Skisport, bei dem der Verein mit dem Skiclub Limburgerhof kooperiert, auf passende Schneeverhältnisse. Das Dach des Clubhauses in Fahl sei repariert worden. Nun stehe noch eine Sanierung des Scheunendachs an, informierte der Vorsitzende.

Viele Kurse das ganze Jahr über

Die Breitensportangebote des Skiclubs werden laut Bericht der Verantwortlichen gut angenommen, sie reichen von Walken, Joggen, Mountainbiken bis zu Schneeschuhwandern und Seniorengymnastik. Mittlerweile eine Institution sei die Herzsportgruppe, wie Lieser ausführte. Neu sei die Bestimmung, dass nur einmal im Monat ein Arzt anwesend sein muss und ansonsten einer in Rufbereitschaft sei. Dies sei hilfreich, da die Mediziner so nicht jede Woche gebunden seien. Der neue Kurs „Fit für die Piste“ werde auch dieses Jahr wieder angeboten, kündigte Brigitte Lieser an.

Mittlerweile seit über zehn Jahren gibt es drei bis vier Wasserski- und Wakeboard-Termine in St. Leon-Rot, die auch Nichtmitglieder nutzen können. Hier arbeite man mit den Skiclubs Limburgerhof und Schifferstadt zusammen. Die Einnahmen des Vereins betrugen 80.200, die Ausgaben rund 82.000 Euro, wie Kassiererin Gisela Wind berichtete. Neben seinem eigenen Angebot beteilige sich der Skiclub an Veranstaltungen in der Stadt, etwa dem Strohhutfest und der Kinder-Olympiade, die in diesem Jahr am 26. und 27. Juli geplant ist. Im vergangenen Jahr hätten daran 435 Kinder teilgenommen.

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