Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Senioren schnuppern Betze-Luft und schauen hinter die Kulissen

41 Seniorinnen und Senioren durften beim FCK hinter die Kulissen schauen.
41 Seniorinnen und Senioren durften beim FCK hinter die Kulissen schauen.

Ein sportliches Ziel hatte sich der Seniorenbeirat der Stadt für seinen Tagesausflug ausgewählt. Es ging nach Kaiserslautern auf den „höchsten Fußballberg Deutschlands“.

Wurde im vergangenen Jahr noch mit dem Rosengarten Zweibrücken ein traditionelles Ausflugsziel besucht, ging es dieses Mal nach Kaiserslautern zum 1. FCK. Auf dem Programm stand eine 90-minütige Stadionführung im Fritz-Walter-Stadion auf dem Betzenberg und anschließend noch der Besuch des FCK-Museums. Das Interesse war groß.

„Ab 30. März konnte man sich für die Fahrt anmelden, bereits am 7. April waren wir komplett ausgebucht, und das obwohl dazwischen noch die Osterfeiertage lagen“, sagte Johanna Danner, die als Vorsitzende des Frankenthaler Seniorenbeirats die Fahrt geplant und organisiert hatte. Als weitere Aktivitäten, die der Beirat für Senioren anbietet, nannte Danner noch die traditionelle zweitägige Schifffahrt im Juli, sowie neuerdings auch einen einwöchigen Aufenthalt im Schullandheim Hertlingshausen. Näheres zu allen Angeboten und weiteren Aktivitäten sind in der Broschüre „Frankenthaler Senioren 2026“ enthalten, die in den nächsten Tagen unter anderem am Infoschalter im Rathaus ausliegen wird.

Gang durch die „heiligen Hallen“

So machten sich bei regnerischem Wetter 41 erwartungsvolle Seniorinnen und Senioren im vollbesetzten Reisebus auf den Weg in die Westpfalz. Vor dem Stadiontor wurden sie zunächst über die Geschichte des Fritz-Walter-Stadions informiert, bevor es, aufgeteilt in zwei Gruppen, durch die Innenräume der Nordtribüne ging. Auch der Gang durch den Spielertunnel in den Innenraum des Stadions durfte nicht fehlen, wobei das Betreten des „heiligen Rasens“ ausdrücklich verboten war. Die Führung begann in der großen Fanhalle, in der auch viele andere Veranstaltungen stattfinden. Dort sorgte das anlässlich des 125-jährigen Vereinsbestehens an einer Seitenwand gesprühte Graffiti der Meisterschaft 1998 für Staunen.

Anschließend ging es in den Pressekonferenz-Raum, bevor der großflächige VIP-Bereich inspiziert wurde. Die Frankenthaler staunten nicht schlecht, als sie die Preise für einen Jahresplatz in einer der Logen hörten, die im mittleren vierstelligen Bereich liegen. Nur die Besichtigung der Spielerkabinen war aus hygienischen Gründen nicht möglich.

Am Wochenende ist hier etwas mehr los: Auch das Stadioninnere wurde inspiziert.
Am Wochenende ist hier etwas mehr los: Auch das Stadioninnere wurde inspiziert.

FCK-Stars durch Zufall getroffen

Schöner Nebeneffekt: Die FCK-Spieler kamen nach dem Ende des Trainings an der ersten Besuchergruppe vorbei, als diese gerade im Stadioninnenraum versammelt war. Die Gelegenheit zu Selfies und Fotos mit den Fußballstars ließen sich die begeisterten Senioren natürlich nicht nehmen.

Beide Gruppen besuchten danach gemeinsam noch das FCK-Museum in der Osttribüne, wo von einer Mitarbeiterin ausführlich der Bogen von der Vereinsgründung im Jahre 1900 bis zu den großen Erfolgen Ende der 90er-Jahre gespannt wurde. Ein Highlight: das gehäkelte große Modell des Fritz-Walter-Stadions.

Viele der Reisegruppe waren vorher noch nie im Stadion. „Ich wollte schon immer einmal das Fritz-Walter-Stadion sehen. Es war sehr interessant“, sagte Roswitha Hauswirth. Auch Petra Falck ist kein FCK-Fan, aber fußballinteressiert. „Ich mache gerne Gruppenfahrten mit. Ich schaue mir gerne die Spiele der Nationalmannschaft bei den Weltmeisterschaften an.“

Während Tourchefin Johanna Danner bekannte, noch nie auf dem Betzenberg gewesen zu sein, erzählte ihr Ehegatte Walter Danner, dass er früher jahrelang zu den FCK-Spielen gefahren ist. Ähnlich ist es auch bei den Eheleuten Svoboda. Während Mladen Svoboda bis vor etwa zehn Jahren, meistens mit seinem Sohn, regelmäßig im Stadion war, betonte seine Ehefrau Elfriede Svoboda, die auch Mitglied des Seniorenbeirates ist, eigentlich kein Fußballfan zu sein. Doch auch sie war beeindruckt, wie groß der Aufwand auf und neben dem Spielfeld ist, um den Spielbetrieb der Roten Teufel zu finanzieren.

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