Frankenthal Realismus nach Relegation

Der SC in der Saison 2017/18 (hinten von links): Co-Trainer Norbert Prehn, Niclas Wögerbauer, Michael Heim, Patrick Schreiner, T
Der SC in der Saison 2017/18 (hinten von links): Co-Trainer Norbert Prehn, Niclas Wögerbauer, Michael Heim, Patrick Schreiner, Tim Becker, Dennis Schmidt und Robin Wanger. Mitte von links: Trainer Stephan Szymczak, Torwarttrainer Helmut Aman, Benjamin Montino, Julian Aman, Maximilian Rotter, Oliver Köberlein und Michael Ofenloch. Vorne von links: Dominic Einsiedel-Dittrich, Uwe Klockner, David Mifderei, Jochen Baur, Dennis Stockmann, Robert Skowron, Lukas Seif und Yannik Buslejta.

«BOBENHEIM-ROXHEIM.» An die Leistungen der hervorragenden Saison 2016/17 in der Fußball-A-Klasse wird der SC Bobenheim-Roxheim nach Meinung seines Trainers Stephan Szymczak nur sehr schwer anknüpfen können. Das Team wurde Zweiter, verpasste in den Relegationsspielen aber den Aufstieg. Ein realistisches Ziel sei es, unter die ersten acht Teams zu kommen, meint der Coach.

„Die letzte Saison war überragend. Wir wollen jetzt aber in den Hosen bleiben“, sagt Szymczak. 72 Punkte und ein Torverhältnis von 97:39 kann der SC aus der Vorsaison aufweisen. Das Nahumfeld der Mannschaft könne das sicher auch ganz gut einschätzen. Die Erwartungshaltung von außen sei daher nicht zu groß. Natürlich will der Trainer den Erwartungsdruck von seiner Mannschaft nehmen. Zwei Faktoren lassen ihn darüber hinaus vorsichtig Richtung Start in die Spielzeit gehen. Die Vorbereitung verlief laut Szymczak nicht optimal. Auch bei ihm waren viele Spieler in Urlaub. Hinzu kommt, dass sich bereits jetzt eine Reihe von Spielern im Krankenstand befindet. „So etwas habe ich vor der Saison eigentlich noch nicht erlebt“, sagt der Trainer. Und wenn er beginnt aufzuzählen, wer denn aktuell alles nicht zur Verfügung steht und voraussichtlich noch einige Zeit nicht zur Verfügung stehen wird, dann kommt man fast schon auf eine ordentliche Elf. Benjamin Montino, Christopher McCarthy, Jesko Blasius, Robin Wanger und Nico Wanger stehen da unter anderem auf der Ausfallliste. Der zweite Grund, warum der Übungsleiter skeptisch ist, dass der SC erneut eine Supersaison spielt, ist der Umstand, dass in dieser Runde so langsam ein Umbruch eingeleitet werden soll. Einige Spieler seien schon jenseits der 30. „Wir sind nach wie vor auf sie angewiesen“, sagt Szymczak. Doch man müsse langfristig denken. Der 18-jährige Marco Busljeta, der aus Horchheim kam, ist so einer, der nachstoßen kann. Er könnte zum Beispiel den quirligen Denis Reinwald, der nach Horchheim wechselte, in der Offensive ersetzen. Tim Becker, der aus Großkarlbach an den Binnendamm kam, ist laut dem Trainer offensiv und defensiv einsetzbar. Nils Mager habe schon in der Rückrunde bei der Mannschaft mittrainiert, dürfe aber auch noch A-Jugend spielen. Er wäre eine Option, soll aber die Möglichkeit der Entwicklung in der A-Jugend bekommen. Aus Mörsch kamen Uwe Klockner und Oliver Köberlein zum SC. Letzterer laboriere aber noch an einem Muskelfaserriss. Reinwald, der in der vergangenen Saison 22 Treffer erzielte, ist sicher weg. Sollte nun auch Montino längerfristig ausfallen, der jüngst 24 Treffer markierte, wäre das für den SC offensiv schon ein herber Schlag. Die vielen verletzten und kranken Spieler erschwerten die Trainingsarbeit, sagt Szymczak. Deshalb werden viele Übungseinheiten in Gruppenarbeit absolviert. Die jungen Spieler sollen auf alle Fälle ihre Einsatzzeiten bekommen. „Ihnen müssen wir aber auch Fehler zugestehen“, verlangt Szymczak Geduld. Wenn der SC am Ende unter den besten acht Mannschaften der Liga stehe, dann sei das ein realistisches Ziel. Für den Trainer müsste der VfR Frankenthal vom Personal her oben mitspielen. Der ESV Ludwigshafen habe sich verstärkt, sei sicher ebenfalls eine Mannschaft für ganz vorne. Szymczak erwartet, dass auch die DJK Eppstein und der VfR Friesenheim versuchen werden, wieder dort hinzugelangen. Starten wird der Sportclub beim TuS Dirmstein (13. August). Danach kommt der VfR Friesenheim an den Binnendamm, bevor das Kreispokalspiel bei der VT Frankenthal ansteht.

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