Frankenthal Rück-Spiegel:

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Täuscht der Eindruck, oder haben die Frankenthaler den Trennungsschmerz nicht überwunden? Das Ende der Theo-Kratie liegt gute vier Wochen zurück, und der Oberbürgermeister a. D. wird so gefeiert, als gäb’s kein Morgen. Am Sonntag hatte der Lions Club jedenfalls zu seiner Benefizveranstaltung „Kunst für Frankenthal“ ins Congress-Forum eingeladen. Und mit der Idee, Geld zu sammeln, das wiederum mit dem geballten Sachverstand von Lions-Vorstand und Theo Wieder zur Förderung des kulturellen Lebens in der Stadt eingesetzt wird, konnten sich offenbar viele Kunstschaffende identifizieren: Unter anderem die Anonyme Giddarischde und Grabowsky rockten, der Männerchor, Melanie Schlüter und Liv McGowan sangen, Werke verschiedener Künstler gab es zu ersteigern. Es wirkte so, als hätten alle diesen beschwingten Tag sehr genossen. Und einer, der nach seinem Abschied von der Stadtspitze gar nicht mehr so sehr im Mittelpunkt stehen wollte, ganz besonders. (örg) Freitag vor einer Woche, Prunksitzung der Chorania: Die Aufmerksamkeit des närrischen Publikums gehört zu vorgerückter Stunde nicht allein den Spitzen und Raketen, sondern auch den Rauchern, die von draußen an ihre Plätze zurückkehren. Die Wetterfrösche haben Blitzeis vorhergesagt, und gegen Mitternacht melden die ersten Nikotinliebhaber Regen. Keine Panik, ruft der Elferrat, und verspricht, das Programm nicht in die Länge zu ziehen. Um eins gleichen die Gehwege und Straßen vor dem Donauschwabenhaus einem Spiegel. Und genauso läuft es sich darauf. Während andere verzweifelt versuchen, ihre Autos vom Eispanzer zu befreien und dabei das Gleichgewicht zu behalten, wird der Heimweg zu Fuß zur Rutschpartie. Schon nach wenigen Metern fühlt sich der nächtliche Wanderer wie Eiskunstläuferin Nathalie Weinzierl, nur ohne jedwede Koordination. Gut 100 Pirouetten später wird erleichtert die Haustür aufgeschlossen, die Knochen sind zum Glück alle heil geblieben. (gnk) So ein Glück! Leo Linse ist zurück. Der während des Strohhutfests im vergangenen Jahr gemopste Löwe, Maskottchen des Kontaktlinsen-Instituts Boettcher, war im Dezember im Gestrüpp des Strandbads entdeckt und dann seinem rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben worden. Dieser ausgesprochen dubiose Fall von Katzenklau erfährt nun allerdings eine Weiterung, die Anlass zu wildesten Verschwörungstheorien bieten dürfte. Ungefähr zur selben Zeit wie Leo Linse verschwand nämlich auch Frank, einer von zwei Löwen des Modehauses Herb. Ein besonders prächtiges Exemplar mit kurzer Hose, Goldlackierung und Spiegelmosaik. Es ist nicht übertrieben, dass es sich in diesem Fall um eine Art Familiendrama handelt. Denn: Herby, der zweite Löwe, wartet seit dem Frühsommer vergebens auf die Rückkehr seines Bruders. Also bitte halten Sie mal die Augen offen. Irgendwo muss dieser Frank doch stecken! (örg)

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